Archiv für November 2007

Herzfrequenzmesser Polar RS 2000 im Vergleich

Ich bin vor kurzem von einem einfachen Herzfrequenzmesser aus dem Discounter (links) auf den Polar RS 2000 (rechts) (auch in schwarz erhältlich) umgestiegen.

Pulsuhren im Vergleich

Hat es sich gelohnt?

Ja, auf jeden Fall, auch wenn ich momentan noch nicht einmal alle speziellen Funktionen meines neuen Trainingspartners ausprobiert habe. Die Bedienungsanleitung in Buchform erfordert dann doch ein wenig Zeit. Wahrscheinlich wird es das Beste sein, sie mal beim Ergometertraining zu lesen – dann geht die Zeit wenigstens nicht vom Training ab. Und vielleicht ergibt sich die Bestimmung der Own-Zone dann ganz von alleine.

Aber fangen wir erstmal bei den Basics an. Zwei Kleinigkeiten sind mir nämlich beim Polar RS 2000 gleich positiv aufgefallen: Die Löcher im Armband liegen sehr eng beieinander und sind hochkant angeordnet. Beim alten Herzfrequenzmesser hatte ich oft das Problem, dass das Armband bei Verwendung des einen Lochs zu weit, beim nächsten Loch aber fast zu eng war. Das kann mir mit dem Polar Herzfrequenzmesser nicht passieren, weil er eine nahezu stufenlose Einstellung der Armbandlänger erlaubt und durch die Länge des Lochs auch noch einen kleinen Dehnungsspielraum ermöglicht.

Pulsuhren Armbänder
Ein zweites Problem beim einfachen HF-Messer ist auch oft, dass die Öse, die das Ende der Lasche halten soll, verrutscht, das Armbandende freigibt und man dann damit ständig irgendwo hängen bleibt. Auch das kann beim Polar RS 2000 nicht passieren, weil das Ende des Armbands wie eine einseitige Pfeilspitze verdickt ist und so nicht mehr aus der Öse herausrutschen kann.

Polar RS 2000 Armband
Die gute Passform verdankt der Polar RS 2000 sicher auch seiner anatomischen Form. Da das Armband bereits rund geformt ist, spart man sich zwei Gelenke und eine erzwungene Verformung des Armbandes. (Zum Fotografieren braucht man allerdings Trick 17… oder den Verkaufskarton.)
Kleine Dinge, aber große Wirkung, die den Herzfrequenzmesser durchaus auch in seiner Uhrfunktion für den (sportlichen) Alltag beliebt machen, denn die genannten Problemchen treten auch bei manchen Armbanduhren auf.
Auch der neue Brustgurt des Polar RS 2000 hat einige Vorteile gegenüber dem des Discounter-Modells. Einzig der WearLink in der Mitte ist aus Kunststoff. Der Rest des Gurts ist aus weichem textilem Gewebe, das weder drückt noch rutscht oder am Anfang kalt ist.

Polar Wear Link Brustgurt

Sollte das Gummi einmal ausgeleiert sein, gibt es passenden Ersatz. Den gibt es beim Discounter natürlich nicht, und so blieb mir nichts anderes übrig, als das ausgeleierte Gummiband durch einen handelsüblichen breiten Gummizug zu ersetzen. Dieser ist allerdings glatter als das Original, so dass der Brustgurt öfter ungewollt zum Bauchgurt wurde…

Pulsuhr Brustgurt

Ein zusätzlicher Vorteil des WearLink ist die Codierung des HF-Signals, so dass die Beeinflussung durch die Signale der Trainingspartner unterbleibt. In diesem Zusammenhang kann ich auch gleich erwähnen, dass der Polar RS 2000 wesentlich unempfindlicher gegenüber Hochspannungsleitungen ist. Während das Discounter-Modell schon 0 oder andere wirre Werte angezeigt hat, wenn ein Bahnübergang nur in Sichtweite war und auf der Strecke entlang des Bahngleises keine HF-Kontrolle möglich war, zeigt der Polar RS2000 auch direkt auf dem Bahnübergang noch sinnvolle Werte an. Am Anfang war es ein wenig ungewohnt, den Brustgurt mit einem Druckknopf vor dem Körper zu schließen. Vor allem beim Öffnen hatte ich erst Bedenken, die Bedienungsanleitung nicht richtig verstanden zu haben. Aber inzwischen habe ich die Überlegenheit dieses Systems vor dem Hantieren an der Körperseite erkannt.

Der Polar RS2000 ist ein echter Trainingspartner, denn er interessiert sich für mich… Bevor wir auch nur eine Minute miteinander trainiert haben, will er schon wissen, wann ich geboren bin, wie groß und wie schwer ich bin. Da bin ich nur mal gespannt, ob er soviel „Hirn“ hat, mir dann eines Tages auch zum Geburtstag zu gratulieren…

Aber Spaß beiseite, diese Werte braucht er natürlich für die näherungsweise Berechnung des Maximalpuls und des Kalorienverbrauchs. So neugierig war mein HF-Trainer aus dem Discounter natürlich nie. Das einzige, was er von mir wissen wollte, waren ein minimaler und ein maximaler Wert für die Herzfrequenz. Hätte ich die über- oder unterschritten, hätte er geblinkt. Da ich die nie wirklich eingestellt habe, hat er dann halt alternativ mal unter der Hochspannungsleitung geblinkt…

Selbst bei der Anzeige der aktuellen Herzfrequenz unterscheiden sich beide Trainingspartner. Der „Rote“ von Polar ist ständig für mich da und zeigt sofort jede Änderung der Herzfrequenz an, während der „Schwarze“ aus dem Discounter immer nur alle paar Sekunden geschaut hat, ob er eventuell einen anderen Wert anzeigen muss. Darüber hinaus hat er noch eine Uhr und eine einfache Stoppuhr im Angebot gehabt. Da er sich in letzter Zeit öfter mal „aufgehängt“ hat, musste ich die Uhr immer mal wieder neu stellen, was nicht immer so einfach war, da die Knöpfe schwer gängig waren und auch nicht immer die gewünschte Reaktion hervorgerufen haben.
Das steht der Polar RS 2000 natürlich schon mit seinen Basisfunktionen in einem ganz anderen Licht da. Die Trainingssteuerung und –überwachung werde ich ein anderes Mal beschreiben, wenn ich sie – wie gesagt – ausreichend erforscht habe. Zu den Basisfunktionen hier nur noch ein paar Worte: Jede Trainingseinheit wird mit Datum und Start-Uhrzeit protokolliert. Als Statistik werden die maximale und durchschnittliche Herzfrequenz und der Kalorienverbrauch angezeigt. Die HF-Werte werden dann auch – auf Basis der Faustformel mit dem Lebensalter – in Prozentwerte der maximalen Herzfrequenz umgerechnet. Man kann die Trainingseinheit jederzeit unterbrechen und wieder fortsetzen (wenn die Wartezeit an der geschlossenen Bahnschranke beispielsweise nicht mit ins Training eingerechnet werden soll) oder das Training in Teilstücke (Runden) teilen, für die jeweils eine separate HF-Statistik erstellt wird. Die Trainingskontrolle ist auch dank der blauen Displaybeleuchtung auch bei Dunkelheit möglich.

Wer also mit seinem Training höhere Ziele verfolgt, sollte auch an seinen „Trainingsbegleiter“ entsprechend hohe Ansprüche stellen. Natürlich braucht nicht jeder Hobbysportler ein Modell aus der Liga des Polar RS 2000. Aber dafür ist die Produktpalette der spezialisierten Markenhersteller ja ausreichend groß, um Anfänger und Profis gleichermaßen bedienen zu können.

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Heimtrainer: Definition und Trainingstipps

Der Heimtrainer ist sozusagen der kleine Bruder des Ergometers, da er technisch einfacher konstruiert ist und somit auch einen geringeren Preis hat. Auch wenn die Bezeichnungen nicht immer sauber getrennt werden, lassen sich beide Typen klar unterscheiden – nicht zuletzt an Hand der dafür vorhandenen Normen.

Auf einem Heimtrainer wird immer Rad gefahren, sei es auf einem eigenständigen stationären Fahrrad oder aber auf einem Zusammenspiel des „echten“ Rads mit einer speziellen Vorrichtung. Ein Ergometer hingegen kann zwar ein Fahrrad-Ergometer sein, kann aber auch andere Formen haben, wie der Beitrag über Ergometer gezeigt hat. )

Für Heimtrainer und Ergometer gilt die DIN EN 957-1/5. Die Klasse A ist den Ergometern vorbehalten, die Klassen B und C beziehen sich auf Heimtrainer. Heimtrainer, die die DIN EN 957-1/5 B erfüllen, müssen folgende Eigenschaften haben:

  • Schwungmasse von mindestens 5 kg
  • verstellbare Bremskraft (manuell oder über Computersteuerung)
  • Freilauf
  • Gute Verarbeitung

Heimtrainer, die diese Bedingungen nicht erfüllen, also entweder

  • eine Schwungmasse unter 5 kg
  • oder keine Bremskraft-Verstellung
  • oder keinen Freilauf

haben, fallen unter die DIN EN 957-1/5 C.

Die Vorgängernorm, die DIN 32932, befasste sich in Klasse D noch mit den so genannten Rollenständern.

Heimtrainer Rolle mit Rennrad

Das Hinterrad eines Rennrads wird in den Ständer eingespannt und läuft auf einer kleinen, gebremsten Rolle. Je nach Qualität kann der Widerstand der Rolle in mehreren Stufen verstellt werden.

Heimtrainer Rolle mit Rennrad - Detail

Im Rennsport werden diese Geräte meist zum Aufwärmen benutzt, wenn dies anderweitig nicht möglich ist, also vor allem bei Bahnrennen und vor Zeitfahren. Eine qualitativ hochwertige Rolle eignet sich aber durchaus auch zum Heimtraining im Winter oder bei Schlechtwetter. Vorteil dieser Variante ist, dass man auf seinem gewohnten Rad sitzt und die Radschuhe tragen kann. Ansonsten unterscheidet sich das Training nicht von dem auf dem Heimtrainer.

Heimtrainer sind ausschließlich für Privatpersonen gemacht. Dementsprechend sind auch die Preise moderater als bei manchen Ergometern. Die einfachsten Heimtrainer sind bereits unter 100.- EUR erhältlich, erfordern allerdings deutliche Abstriche bei der Belastbarkeit in kg Körpergewicht, bei den Verstellmöglichkeiten der Sitzposition und dem Rundlauf. Etwas mehr sollte einem die Fitness also schon Wert sein. Ein guter Kompromiss für Einsteiger ist der Kettler Polo S für weniger als 300 EUR.

Heimtrainer Kettler Polo

Die Mehrheit der Heimtrainer bewegt sich im Bereich um 500 EUR, und selbst qualitativ hochwertige Heimtrainer bleiben preislich unter 1000 EUR. Diese Modelle unterscheiden sich wirklich nur noch dadurch von den Fahrrad-Ergometern, dass sie die Belastung nicht in Watt anzeigen. Denn mit Rennsattel und Klick-Pedalen, wie z.B. beim Kettler Racer GT, ist der Unterschied zum Rennrad wirklich nicht mehr groß.

Heimtrainer Kettler Racer

Vor dem Kauf eines Heimtrainers sollte man sich also klar machen, wie, in welchem Umfang und mit welcher Zielsetzung man damit trainieren möchte. Wichtig ist, dass sich der Trainierende mit und auf dem Gerät wohl fühlt, denn sonst fällt der Sieg zu oft und zu schnell an den inneren Schweinehund, der sich mit der Erkenntnis durchsetzt, dass es auf der Couch doch gemütlicher ist als auf dem Heimtrainer. Wobei zu hoffen bleibt, dass dieser unbeliebte Zeitgenosse nicht auch noch „Rückendeckung“ durch einen weniger hochwertigen Heimtrainer bekommt, auf dem das Training einfach keine Spaß machen kann.
Solange nicht umgekehrt der Körper nach regelmäßiger Belastung verlangt, helfen folgende Tricks gegen den Trainingsfrust:

  • Nutzen Sie die Trainingszeit im doppelten Sinn und lenken Sie den Kopf davon ab, ständig festzustellen, wie langsam die Zeit vergeht oder darüber nachzudenken, wie eintönig das Training ist. Mit einer interessanten Lektüre auf dem Lenker, Leseständer oder auf einem Notenständer wird die Trainingszeit zur Lesezeit und verfliegt im Nu. Auch ein Fernseher, Radio oder andere Quellen unterhaltsamer oder lehrreicher akustischer Signale sind gut zur Ablenkung geeignet.
  • Reservieren Sie sich feste Zeiten für Ihr Training, die für Sie „heilig“ sind. Sicher kann mal was dazwischen kommen, aber wenn das Training von vornherein eingeplant ist, fällt das Verschieben wesentlich schwerer als wenn Sie am Ende des Tages noch Zeit für das Training suchen.
  • Setzen Sie sich maßvolle Ziele, die Sie realistischerweise erreichen können und deren Erreichen für Sie Quelle der Freude und der Motivation zum weiteren Training sind.
  • Legen Sie eine unempfindliche Matte oder ein Tuch unter den Heimtrainer und halten Sie ein Handtuch und ein Getränk immer in Reichweite, denn das Training auf dem Heimtrainer ist schweißtreibend.

Und denken Sie daran: Ausdauertraining hat viele positive Effekte auf Körper, Geist und Wohlbefinden. Wer es einmal erfahren hat, wird immer dabei bleiben.

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Weltmeisterschaften im Ergometer-Rudern

Rudern zählt trotz der Ruder-WM in München und regelmäßigen Erfolgen deutscher Spitzensportler nicht unbedingt zu den Trendsportarten, die sich hoher Medienpräsenz erfreuen. Obwohl Rudern eine durchaus ästhetische Sportart ist, bietet sie sich natürlich nicht für jeden an, denn es ist einerseits ein geeignetes Gewässer erforderlich, das nicht jeder zwangsläufig vor der Haustür hat. Und andererseits kauft man sich nicht mal so einfach ein Ruderboot, wie man sich vielleicht ein Fahrrad oder ein paar Ski kauft. Hobbyrudern ohne Vereinszugehörigkeit ist also so gut wie ausgeschlossen.

Aber halt! Rudern geht doch auch ohne Boot und Wasser – es gibt doch Rudergeräte und –ergometer für zu Hause! Und die haben etliche Vorteile und auch eine gewisse Eigendynamik entwickelt.
Das „Indoor Rudern“ lässt sich viel einfacher lernen als das „Original“ auf dem Wasser. Denn die Gefahr des Kenterns besteht beim Heimtrainer nicht. Da heißt es einfach aufsitzen und losrudern, denn auch alle Vorbereitungen am Boot und das Tragen zum Bootssteg fallen weg.
Rudern ist ein hervorragendes Ausdauer- und Krafttraining, das wirklich alle Muskelgruppen der Arme, Beine und des Rumpfs trainiert. Es eignet sich für alle Altersgruppen und Fitnessgrade, also zum Fit werden, zum Fit bleiben, zum Abnehmen…und auch als Wettkampfsport.

Wettkämpfe am Ruderergometer sind im angloamerikanischen Raum erfunden worden. Und wie es so oft bei Sportarten und –geräten vorkommt, ist die Welle dann auch zu uns herübergeschwappt. Und so werden seit 1996 auch in Deutschland Sieger auf dem Ruderergometer ermittelt. Neben diversen regionalen Wettkämpfen, die teilweise auch zu Serien zusammengefasst werden, gibt es alle Arten von Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene. Die deutsche Spitze kann sich dann bei der Ergometer-Ruder-WM und EM mit den anderen Nationen messen. Während der Markt bei den Rennbooten längst über die Traditionsunternehmen wie Stämpfli und Empacher hinausgeht, hat die Firma Concept bei den Wettkampf-Ruder-Ergometern ein echtes Monopol. Zu den Geräten selbst zählt nämlich noch die entsprechende Hard- und Software, damit die Leistung gemessen und die Positionskämpfe auf eine Großleinwand übertragen werden können. Dort sind die Ruderer allerdings „nur“ Kästchen, die sich in einer Tabelle bewegen. Aber wer weiß, in Zeiten von Second Life sollte es ja eigentlich nicht so schwierig sein Ruderboot-Avatare zu programmieren, die animiert durch das virtuelle Wasser gleiten und um Luftkastenlängen oder Bruchteile davon kämpfen – sofern den Ergometer-Ruderern die Nähe zur ursprünglichen Disziplin wichtig ist.
Denn der Ruder-Ergometer inzwischen zu einem eigenständigen Sportgerät geworden und weit mehr als ein reines Trainingsgerät für den Winter. Im Bewegungsablauf gibt es jedoch einige kleine Unterschiede, die durch das Fehlen des Wassers hervorgerufen werden. Das Gleichgewichtsgefühl wird nicht benötigt, und auch die erforderliche Kraft ist eher gleichmäßig.
Aber sonst gibt es kaum Unterschiede, denn selbst Mannschaftsrennen im Vierer und Achter sind auf dem Ergometer möglich – auch wenn das gemeinsame Boot fehlt. Die Distanzen variieren: von Sprints über wenige Meter bis hin zur klassischen 2.000 m oder Marathon-Strecke ist alles möglich.

Die Teilnehmerschaft der Ergometer-Wettkämpfe ist bunt gemischt: Einige Spitzenruderer verlängern die Saison auf dem Wasser in die Halle, manche Nachwuchssportler finden über einen Ergometer-Wettkampf den Einstieg ins Rudern, einige Ruderer rudern nur noch auf dem Ergometer. Da es bei den Weltmeisterschaften eine Unterteilung nach Altersklassen in Schritten von je 10 Jahren bis 79 Jahre gibt, findet man dort heute auch einige Senioren auf vorderen Plätzen, die vor etwa 30 Jahren schon auf dem Wasser aktiv und erfolgreich waren.
Die Teilnahme an der Ergometer-WM wird über den deutschen Ruderverband abgewickelt. Nur wer sich in den Qualifikationswettkämpfen durchsetzt, kann also an der Meisterschaft teilnehmen.

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Laufband kaufen leicht gemacht

Als Schnäppchen bekommt man Laufbänder bereits ab 200 EUR. Man kann aber auch bis zu 4.000 EUR für ein Laufband ausgeben. Große Spanne? Neja, es geht noch weiter, denn Fitness-Studios müssen noch einmal mindestens das Doppelte oder Dreifache investieren, um ein Laufband zu erhalten, dass den täglichen Dauereinsatz über mehrere Jahre unbeschadet übersteht und den Trainierenden komfortables Training ermöglicht.
Damit das Laufen zu Hause auf Dauer Spaß macht und die gewünschten Effekte bringt, sollte man bereit sein, zwischen 1000 EUR und 1.500 EUR auszugeben. Warum das so ist und wie die Unterschiede zustande kommen, sei an einem Produktvergleich gezeigt.

Verglichen werden das Laufband GM 2015 von Schmidt Sportsworld, das für knapp 350 EUR zu haben ist, und das Paragon 508 von Horizon Fitness, das mit knapp 1.500 EUR zu Buche schlägt.

Lauffläche
An die Maße eines Waldweges kommt ein Laufband nicht heran. Wie lang die Lauffläche sein muss, hängt von der Schrittlänge des Trainierenden und von seinem Tempo ab. Wer Walken möchte, kommt mit 1,30 m klar, wer laufen möchte, braucht 1,50 m.
Das Schmidt-Laufband ist mit nur 1,20 m sehr kurz, also für große Läufer sicher ungeeignet. Das Horizon-Band bietet ihnen aber mit seinen 1,50 m ausreichend Platz.

Auch bei der Breite der Lauffläche weisen Laufbänder Bandbreiten zwischen 37 und 55 cm auf. Für Läufer sind 48 cm empfehlenswert, und auch Walker sollten sich nicht mit weniger als 45 cm begnügen.
Auf dem Schmidt-Laufband müssen sie sich allerdings auf 40 cm beschränken, während das Horizon-Band mit 50 cm ausreichend Platz lässt.

maximales Gewicht
Die Tragfähigkeit von Laufbändern ist begrenzt und liegt meist zwischen 120 und 135 kg. Manche Geräte sind allerdings auch für Personen bis 180 kg ausgelegt.
Auch hier grenzen unsere Testgeräte das Spektrum ein, denn das Schmidt-Band verträgt 120 kg, das Horizon-Band 160 kg.

maximales Tempo
Eine weitere Begrenzung gibt es beim Tempo, denn der Läufer kann nur so schnell laufen, wie sich das Band weiter bewegt. Für Anfänger ist andererseits wichtig, dass auch ganz niedrige Geschwindigkeiten möglich sind, um einen sanften Einstieg ins Training zu erlauben.
Das Schmidt-Band bietet ein Tempospektrum von 1 bis 12 km/h. Deutlich größer sind die Möglichkeiten wieder mit dem Horizon-Band, das bei 0,8 km/h beginnt und erst bei 20 km/h endet.

Motorleistung
Die Motorleistung bestimmt das maximale Tempo und auch den Laufkomfort. Denn je stärker der Motor ist, desto schneller, ruhiger und gleichmäßiger läuft das Band. Läufer werden erst ab 2 PS glücklich, zum Walken reichen auch 1,75 PS.
Das Schmidt-Band liegt mit 2 PS ganz gut im Rennen, wird aber vom Horizon-Band mit 2,5 PS wieder überholt.

Dämpfung
Eine gute Dämpfung sorgt dafür, dass die Belastung für den Körper auf dem Laufband geringer ist als auf Asphalt. Wird die Laufplatte auf Gummipuffern gelagert, fühlt man sich selbst im Wohnzimmer wie auf Waldboden.
Das Horizon-Band verfügt über ein Variable Cushion System, während es beim Schmidt-Band keinerlei Hinweise auf eine Dämpfung gibt.

Steigung
Neben dem Lauftempo kann die Intensität des Trainings auch über die Steigung des Laufbandes variiert werden. Der Neigungswinkel sollte elektronisch zwischen 0 und 10% verstellbar sein.
Das Schmidt-Band bietet 3 Steigungswinkel mit 0, 2 und 4% Steigung. Die Veränderung wird erreicht, indem das Laufband angehoben wird und die Höhenstabilisatoren in die gewünschte (gleiche!) Zielposition gebracht werden. Beim Horizon-Band hingegen lassen sich Steigungen zwischen 0 und 12% an den Armstangen einstellen.

Computer
Über den Computer wird das Training gesteuert und kontrolliert. Es ist wichtig, dass die Anzeigen und Tasten gut erkennbar sind und sich leicht bedienen lassen – auch bei hohem Lauftempo. Die Steuerung von Steigung und Tempo erfolgt idealerweise automatisch über die Herzfrequenz des Sportlers, die mit einem Brustgurt gemessen wird.

Der Computer des Schmidt-Bands zeigt die Zeit, das Tempo, die Distanz und den Kalorienverbrauch an. Der Puls wird über einen Ohrclip gemessen. Trainingsprogramme sind nicht vorhanden. Der Computer des Horizon-Bands zeigt ebenfalls Zeit, Tempo, Distanz und Kalorienverbrauch, dazu aber noch die Steigung an. Er bietet 15 Trainingsprogramme, darunter 2 pulsgesteuerte Programme, für die der Puls an der Hand oder über einen Brustgurt gemessen wird.

Sicherheit
Zur Sicherheit des Läufers gehört ein Not-Ausschalter, der das Laufband im Notfall sofort anhält. Dies wird über einen Schlüssel realisiert, der fest mit der Kleidung des Läufers verbunden wird und das Band bei einem Sturz stoppt. Dieses System ist bei beiden untersuchten Laufbändern vorhanden.
Beide Geräte haben unabhängige Qualitäts-Prüfungen bestanden und tragen das TÜV- bzw. CE-Zeichen.

Fazit
Das Fazit dürfte klar sein. Es wäre schade, wenn die ursprünglich vorhandene Motivation zum Training durch ungünstige Eigenschaften des Trainingsgeräts zunichte gemacht würde. Denn wenn das Laufband nach wenigen Versuchen im Keller verstaubt, ist selbst der Schnäppchenpreis noch zu hoch.

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Vom Ruderbecken zum Ruder-Ergometer: Rudergeräte einst und jetzt

Heutzutage werden ja sogar auf neuartigen Ruder-Ergometern Weltmeisterschaften ausgetragen. Bevor ich aber darüber berichten werde, soll der Blick heute aber erstmal zurückgehen, denn ich habe in meinem Kinder-Fotoalbum ein paar „Schätzchen“ entdeckt, die 1977 aufgenommen sein müssten.
Weil auch früher im Winter das Rudern auf eiskalten Gewässern kein Vergnügen war – zumal Gore-Tex und Klimafasern damals noch nicht erfunden waren – blieb man im Bootshaus und ging auf den Ruderbock:
Ruderbock Anno 1977

Ein Kasten mit Stemmbrett, Rollsitz und Riemen an einem Gelenk. Spartanisch, aber sehr eng mit dem Ruderboot verwandt, und manchmal das einzige, was man hatte. Einige Ruderer hatten zwar zu der Zeit auch ein Paar Laufschuhe, die sie ab und zu genutzt haben, aber andere Ausgleichssportarten für den Winter waren damals – aus welchen Gründen auch immer – noch nicht so populär.

Fortschrittliche Vereine hatten ein Ruderbecken. In manchen Chroniken wird mit Stolz auf die Einweihung eines solchen Beckens kurz nach Kriegsende hingewiesen. Hier konnten immerhin schon bis zu 4 Sportler gemeinsam trainieren. Die Ruderblätter waren durchbrochen, um gut durch das stehende Wasser bewegt werden zu können, der Rest hatte sehr starke Ähnlichkeit mit dem Ruderboot.

Ruderbecken Anno 1977

Ruderbecken gibt es auch heute noch. Sie sind allerdings weit fortschrittlicher, nicht nur heller und freundlicher, sondern bieten zumindest die Möglichkeit, wahlweise mit Riemen oder Skulls zu rudern und deutsch oder italienisch zu riggern (etwas Ruderchinesisch für Insider). Im Idealfall kann das Training sogar mit Videokameras und anderen technischen Geräten überwacht und gesteuert werden.
Manche Rudervereine haben ihr Ruderbecken inzwischen aber auch aufgegeben, weil sich bei den Fitnessgeräten einiges getan hat.

Die nächste Generation nach dem Ruderbocks wird von Geräte wie dem Kettler Favorit vertreten.

rudergeraet.jpg

Die zwei Ausleger machen den gleichen Bewegungsablauf wie im Ruderboot möglich und verlangen eine gute Koordination. Über die Hydraulikzylinder wird die Kraft des Wassers nachempfunden. Der Widerstand lässt sich je nach Stärke und Trainingsziel des Ruderers in mehreren Stufen verstellen. Allerdings ist die gleichmäßige Einstellung beider Zylinder nicht immer ganz so einfach, und die Hydraulik erschwert teilweise eine gleichmäßig fließende Ruderbewegung. Die Überwachung und Steuerung des Trainings über die Herzfrequenz und die Möglichkeit, verschiedene Trainingsprogramme durchzuführen, stellen aber eine weitere Verbesserung im Vergleich zum historischen Ruderbock dar. Für Hobby- und Gesundheitssportler mit kleinem Budget sind diese Hydraulik-Geräte also durchaus in Ordnung.

Bei den modernen Rudergeräten wie dem Kettler Ergocoach ersetzt ein mittig befestigter Seilzug mit Griff die beiden Ausleger. Dadurch muss sich der Trainierende weniger auf die Koordination seiner Arme konzentrieren, entfernt sich aber auch ein wenig von der Ruderbewegung. Dafür kann er sein Rudergerät aber auch alternativ für das Training der Armen und des Oberkörpers im Stand oder im Liegen verwenden.

Ruder-Ergometer

Bei diesem Modell wird die Kraft wie bei den Rad-Ergometern und Crosstrainern über eine Magnet- oder Wirbelstrom-Bremse begrenzt. Die Schwungmasse sorgt für runde Bewegungen und individuelle Möglichkeiten zur Leistungsregelung.

Näher an das Rudergefühl kommt man auf einem Trainingsgerät, das mit einem Luftwiderstands-System arbeitet, wie der Horizon Fitness Oxford. Das Luftrad dreht sich durch die Bewegung des Ruderers und erzeugt einen Widerstand, der beim folgenden Zug so wirkt wie das Rudern im fahrenden Boot.

Und da Rudern ja ein Wassersport ist, hat die Firma Waterrower in ihren Geräten den Luftwiderstand durch den Widerstand des Wassers ersetzt. In einem Wasserbehälter rotiert ein Paddel und bremst die Bewegung. Durch die Füllhöhe im Behälter lässt sich die Stärke des Widerstandes verändern. Und wer vom Freiluftrudern an Wassergeräusche gewöhnt ist, wird sich mit einem der Waterrower sicher wohlfühlen. Ruderer mit einem etwas größeren finanziellen Freiraum können zusätzlich auf die Optik seines Waterrowers schauen und zwischen Geräten in Edelstahl, Kirsch-, Walnuss- oder Eschenholz wählen…vielleicht in Erinnerung an Zeiten, in denen es Ruderbecken gab und die meisten Rennboote aus Holz waren?

Einen kleinen Nachteil haben Rudergeräte allerdings im Vergleich zu Crosstrainern und Fahrrädern: Durch die Vor- und Rückwärtsbewegung kann man nicht lesen. Aber Musik oder Bildung über die akustische Schiene ist natürlich trotzdem möglich – wenn man sich nicht ganz dem Rauschen des Wassers hingeben möchte.
Alles in allem sind die heutigen Rudergeräte also nicht nur für die Spitzensportler geeignet. Auch Breiten- und Gesundheitssportler können auf einem Ruder-Ergometer ein schonendes und effektives Ausdauertraining für den gesamten Körper durchführen. Die Geräte sind durchaus erschwinglich und lassen sich in einer Trainingspause auch Platz sparender verstauen als andere Geräte. Also:

Sind Sie bereit?
Los!

Dieses Kommando gilt nicht nur am Start einer Ruderregatta, sondern auch auf dem Weg zu einem neuen Trainingserlebnis.

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Was bringt ein Laufband?

Gerade noch goldener Oktober mit Temperaturen bis 20 °C und nur wenige Tage später Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Dauerregen und Schnee bis in tiefe Lagen. Verrückte Welt und ein Wetter, bei dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür schickt. Aber ganz auf’s Training verzichten? Nein, das soll nicht sein. Aber irgendwie wäre es doch schön, wenn man jetzt wenigstens ab und zu mal drinnen sinnvoll trainieren könnte, oder?

Für Läufer ist natürlich ein Laufband das naheliegendste Trainingsgerät, das sich auch bei Spitzensportlern großer Beliebtheit erfreut. Für sie zählt vor allem die Möglichkeit, die Intensität des Trainings genau dosieren und steuern zu können – über Tempo, Steigung und natürlich die Herzfrequenz. Das ist natürlich für Hobbysportler gleichermaßen wichtig, auch wenn sie langsamer unterwegs sind.
Berufstätige Sportler werden mit einem Laufband zudem unabhängig vom Wetter und von der Tageszeit. Statt bei Regen, Schnee oder Glatteis die eigene Gesundheit eher zu gefährden, wird drinnen effektiv trainiert. Auch die Gefahr, beim Laufen im Dunklen zu stolpern oder wegen schlechter Beleuchtung von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden, lässt sich umgehen. Und besonders Frauen können das mulmige Gefühl auf einer einsamen Strecke ebenso vergessen wie die Angst vor nicht angeleinten Hunden.
Wer über einen großen Spiegel verfügt, kann seinen Laufstil auf dem Laufband selber analysieren. Wer keine Berge vor der Haustür hat, kann aber mit Hilfe eines Laufbandes trotzdem Bergläufe absolvieren. Wer beim Laufen Unterhaltung wünscht, kann fernsehen oder Musik hören. Auch Hörbücher jeglicher Art sind eine gute Möglichkeit, das Sprichwort vom gesunden Körper und dem gesunden Geist in die Tat umzusetzen.
Im Gegensatz zum Training in der Natur erlaubt das Laufband auch das gemeinsame Training von Personen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit. Jeder kann sein eigenes Tempo wählen, da ein gutes Laufband das Spektrum vom Anfänger und Einsteiger bis zum Spitzensportler abdeckt. Stehen die Laufbänder nebeneinander, ist sogar eine Unterhaltung möglich.

Natürlich braucht ein Laufband ausreichend Platz und eventuell eine geräuschunempfindliche Umgebung. Damit das Training auch auf Dauer Spaß macht, ist eine gewisse Investition erforderlich.
Was den Bewegungsablauf angeht, muss gesagt werden, dass der Fuß beim Laufen auf dem Band etwas anders als draußen abgerollt und abgedrückt wird, weil sich ja der Boden bewegt und nicht der Läufer. Durch den fehlenden Fahrtwind schwitzt man mehr und muss auf die Eindrücke aus der Natur und die Abhärtung durch die Einflüsse wechselnder Witterungsbedingungen und die Sonne verzichten.

Wer aber unter der Woche abends die Vorteile des Laufbands nutzt und am Wochenende draußen läuft, hat eine optimale Trainingsgestaltung gewählt und nutzt die Vorteile beider Varianten. Das ist sozusagen die fristlose Kündigung für den inneren Schweinehund, denn äußere Einflüsse und Hinderungsgründe für das Training gibt es dann nicht mehr.

Die Ausrüstung des Läufers (oder auch Walkers) für das Laufband unterscheidet sich nicht von der, die im Sommer draußen angesagt ist. Gute Laufschuhe sind also das A und O, dazu leichte Laufbekleidung, denn warm wird es sehr bald. Eine Trinkflasche sollte deshalb immer in Reichweite sein. Meistens lässt sie sich im „Cockpit“ abstellen. Wer ein Handtuch mit auf’s Laufband nimmt, muss aufpassen, dass es nicht auf das Band fällt, mit diesem eingezogen wird und Schäden anrichtet.

Die ersten Schritte auf dem Laufband sind möglicherweise ungewohnt. Deshalb sollte man immer auf den stehenden Band beginnen und das Tempo langsam steigern. Da ja sowieso jedes Training mit einem Aufwärmen beginnen sollte, gehen hier Sicherheit und Sinnhaftigkeit Hand in Hand.
Beim Laufen geht der Blick immer nach vorne, geradeaus, weder auf die Füße noch nach rechts oder links. So stellt man sicher, immer richtig zu landen und nicht unliebsame Bekanntschaft mit der Tatsache zu machen, dass das Band in seiner Länge und Breite begrenzt ist.

Einkaufstipps und Produktvergleiche folgen in Kürze!

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Fitnessgeräte und Sport im Winter– ein wenig Statistik

Es ist kalt und dunkel und drinnen definitiv gemütlicher als draußen. Und was macht der Sportler? Er muss sich die Umgebungsbedingungen hinnehmen und für sich das Beste draus machen. Aber wie?

Ich habe dazu mal ein bisschen mit Google Trends gespielt. In dieser Anwendung wird gezeigt, wie häufig Begriffe in Google gesucht wurden. Das ist in den folgenden Abbildungen jeweils der obere Block. Darunter wird dargestellt, wie viele Nachrichten zu dem Begriff veröffentlicht wurden.
Nehmen wir als Betrachtungszeitraum einmal die letzten 4 Jahre, und das alles nur für Deutschland:

google_trends_winter.jpg

Wenig erstaunlich ist die Tatsache, dass Wintersport im Winter interessanter ist als im Sommer. Interessanter schon, dass sich die orangefarbene Kurve an das Winterwetter anlehnt: Im vergangenen lauen Winter wurde weniger zum Thema gegoogelt, während der Rekordwinter 2005/2006 den höchsten Spitzenwert und eine Gleichmäßigkeit aufweist. Wie der Winter 04/05 mit einem munteren Wechsel aus Neuschnee und Tauwetter, so geht auch die Interessenskurve im Internet bergauf und bergab. Und wie lässt sich die Spitze bei den Nachrichten im diesjährigen Sommer erklären? Vielleicht waren es ja die Meldungen, dass die Sportgeschäfte die Winterware des Vorjahres zu günstigen Preisen abverkaufen? Oder die Berichterstattung um die Vergabe der Olympischen Winterspiele, die mit der Kandidatur von Salzburg auch für das Nachbarland von Interesse war?
Diese ganzen Schwankungen gibt es bei der roten Gymnastik-Kurve nicht. Gymnastik ist im Jahresverlauf gleich interessant oder uninteressant, auch wenn sie eigentlich immer gleichermaßen wichtig sein sollte. Aber von 2004 bis heute ist sogar ein leichter Abwärtstrend feststellbar.

Und die Fitnessstudios? Sie schlagen die Gymnastik um Längen, weisen aber einige interessante saisonale Schwankungen auf. Im Sommer geht’s runter, das überrascht nicht – lockt die Sonne doch den ein oder anderen eher ins Freie als ins Studio. Mit Herannahen des Winters geht es dann wieder an die Geräte, um die Jahreswende vielleicht auch noch durch die guten Vorsätze beflügelt. Aber diese halten scheinbar nicht lange, und auch die frühjährliche Erkenntnis, dass die Bikinisaison nicht mehr weit ist, verursacht keine Trendwende im Fitness-Studio. Warum geht es dann erst nach der Jahresmitte wieder nach oben? Vielleicht kommt hier das schlechte Gewissen ins Spiel und gibt zu bedenken, dass man die Jahresmitgliedschaft bisher doch noch nicht sooo gut ausgenutzt hat? Also noch mal schnell ins Studio und ein paar Monate fleißig sein. Ist das Gewissen beruhigt, kann man ja im November wieder nachlassen. Auf die paar Wochen kommt es ja dann auch nicht mehr an….und da stehen ja auch schon die Neuen in den Startlöchern, die noch nicht ahnen, welchen Zyklus sie durchlaufen werden.

Schauen wir uns nun noch eine andere Auswertung an, die die verschiedenen Heim- bzw. Studiotrainingsgeräte vergleicht:

Fitnessgeräte im Vergleich

Dass auch diese im Herbst und Winter Hochkonjunktur haben, verwundert uns nicht.

Rudergeräte sind offenbar die Außenseiter, die nur ganz kurz im Jahr Aufmerksamkeit erlangen. Immerhin haben sie aber im vergangenen Winter doch schon die Dauer ihres Interesses um ein paar Luftkastenlängen erhöht. Die Crosstrainer hingegen führen das Feld an und sind sogar im Sommer recht begehrt. Vielleicht liegt das daran, dass sie als neu und innovativ gelten, oder dass sie für alle Leistungsklassen ein sinnvolles Training erlauben? Der Peak zum Jahresende könnte darauf hindeuten, dass sich Crosstrainer ganz gut als Weihnachtsgeschenk eignen. Dass ihnen die Ergometer dichter auf den Fersen sind als die anderen Geräte lässt sich möglicherweise dadurch erklären, dass sie im Spitzensport, im Gesundheitssport und in der Medizin Anwendung finden. Vielleicht auch daran, dass ein Zimmerfahrrad, das nach den Normen eigentlich „nur“ ein Heimtrainer wäre, umgangssprachlich auch oft als Ergometer bezeichnet wird. Das könnte dann auch der Grund dafür sein, warum nicht so oft nach Heimtrainern gesucht wurde. Da haben sie allerdings einiges mit den Laufbändern gemeinsam, vor denen Gesundheitssportler wahrscheinlich doch einigen Respekt haben, und die sicher auch einige ambitioniertere Sportler aufgrund einer gewissen Monotonie nur als letzte Möglichkeit sehen.
Die Grafik zur Nachrichtenhäufigkeit verläuft bei diesen Begriffen übrigens topfeben am Boden und kann die Suchhäufigkeit somit nicht beeinflussen.

Soviel zum theoretischen Interesse an Fitness-Geräten. Aber wie sagte schon Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Also ab zum Einkaufen oder gleich zum Trainieren, wenn das Gerät schon nebenan steht!

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Pulsmesser, Pulsuhr: das passende Modell finden

Dass ein Ausdauertraining nur mit Pulskontrolle sinnvoll ist, sollte aus den letzten Beiträgen klar geworden sein. Also muss eine Pulsuhr her. Ja, aber welche? Das Angebot an Pulsmessern und Pulsuhren ist riesengroß, ebenso die Preisspannen.
Im Discounter gibt es zeitweise schon Geräte für 20 EUR, die ersten Markengeräte gibt es auch bereits ab 30 EUR auf der bis 500 EUR offenen Preisskala. Natürlich kommt es wie immer auf die Ziele des Trainings an, welches Gerät geeignet ist. Von den ganz billigen Uhren sollte man die Finger lassen, weil sie oft falsche Werte anzeigen. Einsteiger finden aber auf jeden Fall unter 100 EUR ein ausreichend gutes Gerät. Ambitionierte Hobbysportler müssen 150 – 300 EUR anlegen, die Profis auch noch etwas mehr.

Wenn man genau ist, darf man nicht von Pulsmessern, sondern von Herzfrequenz-Messgeräten sprechen, denn Puls und Herzfrequenz sind nur meistens, nicht aber zwangsläufig gleich. Die Herzfrequenz gibt die Zahl an Herzschlägen an, während der Puls zusätzlich ausdrückt, wie stark oder regelmäßig der Herzschlag ist. Außerdem kann es vorkommen, dass nicht jeder Herzschlag zu einer Pulswelle führt, so dass beide Werte unterschiedlich sind.

Immer wenn die Messung mit einem Brustgurt erfolgt, wird die Herzfrequenz gemessen. Und das sollte auch der Fall sein, weil alle anderen Messverfahren sowohl ungenauer als auch unpraktischer in der Handhabung sind.
Aber selbst bei den Geräten, die die Herzfrequenz per Brustgurt messen, gibt es noch Unterschiede, denn nicht alle Modelle funktionieren auch wirklich EKG-genau. Korrekte Messwerte sind jedoch Voraussetzung für ein effektives Training. Unter Umständen ist es ratsam, diese Genauigkeit überprüfen zu lassen, wenn die Batterie gewechselt wird.
Die möglichen Funktionen lassen sich in folgende Blöcke unterteilen:

Messung der Herzfrequenz
Einfache Geräte zeigen die aktuelle Herzfrequenz an (EKG-genau, versteht sich) und erlauben die Einstellung von Ober- und Untergrenzen, bei deren Über- und Unterschreiten ein Alarmton abgegeben wird.
Komfortablere Geräte zeigen an, in welchem Bereich der Zielzone die momentane Frequenz angesiedelt ist oder wie viel Prozent der maximalen Herzfrequenz gerade erreicht ist.

Uhrfunktionen
Dass eine Pulsuhr – auch wenn sie ein Herzfrequenzmesser ist – die Uhrzeit anzeigt, sollte selbstverständlich sein. Auch eine einfache Stoppuhr-Funktion ist selbst in den einfachsten meist Geräten enthalten. Die besseren Geräte haben dann noch eine Datumsanzeige und eine Weckerfunktion oder weitere Stoppuhrfunktionen für Zwischenzeiten.

Speicherfunktionen
Für die Nachbereitung des Trainings ist es nützlich, wenn verschiedene Daten gespeichert werden und noch einmal abgerufen werden können. Beim Umfang dieser Daten unterscheiden sich die Geräte wieder. Einfache HF-Messgeräte bieten keine Speicherfunktion. Hochwertigere Modelle speichern mindestens die durchschnittliche und maximale Herzfrequenz mit dem Datum, teilweise auch noch die Zeit, die in der Zielzone trainiert wurde, die Gesamtdauer des Trainings und den Kalorienverbrauch.

Schnittstellen
Für die Nachbereitung des Trainings auf hohem Niveau sind Schnittstellen zu externen Geräten hilfreich. Von manchen Pulsuhren kann man die Daten auf das Handy übertragen, um sie zu verschicken, andere bieten eine Schnittstelle zum PC, sei es, um die Einstellung der Uhr über den PC vorzunehmen oder natürlich die Trainingsdaten in einem speziellen Programm zu dokumentieren.

Analysen
Mit steigendem Preis steigen natürlich auch die Fähigkeiten der kleinen Computer für das Handgelenk. So können manche nicht nur den Kalorienverbrauch ermitteln, sondern auch den Herzfrequenz-Trainingsbereich in Abhängigkeit von der Tagesform. Auch der Fitness-Zustand und der Grad der Entspannung können bestimmt werden. Selbst Empfehlungen für ein Trainingsprogramm sind möglich.

weitere Eigenschaften
Wer im Dunkeln trainiert, sollte ein HF-Messgerät mit Beleuchtung wählen, wer im Regen oder im Wasser trainiert oder die Herzfrequenz auch beim Duschen wissen will, benötigt ein wasserdichtes Gerät.

Ein wichtiger Aspekt sind noch Störungen durch andere Signale. Das Problem der Mischung der Herzfrequenzen beim Training in der Gruppe gehört bei höherwertigen Geräten dank der digitalen, codierten Übertragung der Vergangenheit an. Hochspannungs- oder Oberleitungen der Bahn sind aber offensichtlich noch immer stärker als Signale des Brustgurts, so dass hier Störungen nicht komplett ausgeschlossen werden können.

Der Brustgurt selbst hat natürlich auch einen Einfluss auf die „Freundschaft“ mit dem HF-Messgerät. Hier sind inzwischen waschbare Textil-Sender auf dem Markt, die einen höheren Tragekomfort aufweisen. Hier ist auf jeden Fall ein Markengerät, bei dem der Brustgurt einzeln nachgekauft werden kann, empfehlenswert, da die die Gummibänder leicht ihre Elastizität verlieren. Handelsübliche Gummibänder sind hier kein Ersatz, weil sie zu schmal und zu glatt sind.
Manche Pulsmesser machen durch ein Geräusch auf sich aufmerksam, wenn sie länger als 3 Tage nicht benutzt wurden. Ob diese Funktion sinnvoll ist, mag jeder für sich selbst entscheiden, und auch, ob er eine Menüführung per Sprache benötigt.

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Mehr Intelligenz durch aerobes Training

Vielleicht muss man ja zuerst eine gewisse Grundintelligenz haben, um sich für aerobes Training zu entscheiden. Aber dann wird diese Entscheidung – und ihre konsequente Umsetzung – durch eine weiter gesteigerte Intelligenz belohnt.
Innerhalb von 36 Wochen kann die Intelligenz um 27 % gesteigert werden. Das ist die Erkenntnis, die Henner Ertel, Professor für Neuropsychologie, gewonnen hat. Bei Tests an über 30.000 Probanden konnte diese Wirkung immer wieder bestätigt werden.

Die genannten Werte sind natürlich „nur“ statistische Durchschnittswerte, d.h. eine erhöhte Intelligenz tritt nicht erst nach 36 Wochen auf, sondern Ertels neuro-psychologischen und psycho-physiologischen Labortests zufolge bereits nach 60 bis 80 Trainingseinheiten. So steigt bereits nach dieser Zeit die durchschnittliche Leseleistung beim Lernen von 150 bis 200 Wörtern pro Minute auf 350 bis 450.

Konkrete Praxisbeispiele gibt es auch von Heinrich Bergmüller und Hermann Maier, deren Plädoyer für ein aerobes Ausdauertraining durch Ertels Erkenntnisse noch weiter unterstrichen wird.

So hat Maier während seiner leichten Ergometereinheiten oft Denksportaufgaben und Rätsel gelöst, um das Zusammenspiel zwischen den beiden Gehirnhälften besser zu koordinieren. Bergmüller berichtet in seinen Büchern, dass Maier dieses Gehirntraining später auch geholfen hat, ein skitechnisches Problem zu lösen. Auch für seinen Helikopter-Pilotenschein hat Maier während des Ergometertrainings gelernt und damit nicht nur die Zeit doppelt sinnvoll genutzt, sondern eben auch durch den Ausgleich seiner beiden Gehirnhälften den Stoff besser behalten.
Ebenso hat der Pressesprecher des (damaligen) Olympiastützpunktes Obertauern seine Tageszeitungen und Magazine beim morgendlichen Ergometertraining gelesen, und kam frisch geduscht und bestens informiert in die Morgenbesprechung.

Zusammenhang Training – Gehirnleistung
Beim aeroben Training steigen die Informationsaufnahme und –verarbeitung, die Kreativität und die Intelligenz. Durch die sportliche Leistung wird das Gehirn stärker durchblutet und kann die Informationen besser verarbeiten. Die beiden Hirnhälften arbeiten besser zusammen, Stresshormone werden abgebaut, die Konzentration und das Gedächtnis gesteigert.
Informationen werden besser im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, und der Zugriff auf die Informationszugriff wird schneller und fehlerfrei, sowohl im Kurz- als auch im Langzeitgedächtnis.

Aerobes Training hat aber nicht nur eine punktuelle Wirkung auf die Hirnleistung, sondern kann auch einen Anti-Aging-Effekt auf das Gehirn für sich in Anspruch nehmen. Die Myelinscheide, die die Nervenfasern umgibt und isoliert, wird im Alter durchlässiger. Dadurch gehen Teile der übertragenen Informationen verloren. Dieser Effekt kann aber durch das Training aufgehalten oder sogar umgekehrt.

Intelligenz ist?
Hohe und niedrige Intelligenz unterscheiden sich in der Arbeitsweise des Gehirns. Ein intelligentes Gehirn kommt mit so genannten „optimierten neuronalen Algorithmen“ schnell und energiesparend zu einer Lösung, während das weniger intelligente Gehirn unökonomisch arbeitet und den „Reiz durch viele Gehirnareale lenkt“, bis er zum Ziel kommt.

Regeln für das Training
Wichtig ist, dass das Training beim individuellen Lernpuls abläuft. Dieser kann nach Gehirnstrommessungen ermittelt oder mit folgender Formel grob berechnet werden:

160 – (Ruhepuls + Alter) /2

Trainiert man bei höheren Werten, schaltet das Gehirn in einen Alarmzustand, alle Energie wird auf die sportliche Leistung konzentriert, und für die mentale Leistung bleibt in dem Moment nicht mehr viel übrig.

Beim diesem individuellen Lernpuls sollte man jeden zweiten Tag 30 – 60 Minuten trainieren und gleichzeitig das Gehirn fordern. Mehr Training schadet nicht. Besonders erfolgreich sind rhythmische Bewegungen, so dass sich der Fahrrad-Ergometer als ideales Trainingsgerät erwiesen hat. Abwechslungsreiche Aufgabenstellungen kommen dem Gehirn am besten entgegen, d.h. Informationen aus Texten und Bildern werden sehr gut aufgenommen. Auch ein Querdenken in alle Richtungen ist ideal.

Fazit 
Ich selber habe den wunderbaren Zusammenhang zwischen aerober körperlicher Belastung und gesteigerter Kreativität schon öfter beim Bergwandern erlebt. Jeder Schritt, der mich dem Gipfel näher gebraucht hat, hat mich auch der Lösung scheinbar unlösbarer Probleme der vergangenen Arbeitswoche näher gebracht. Oft habe ich dann am Gipfel gesessen und schnell alle meine guten Ideen notiert. Am Anfang musste ich mir noch den Kuli vom Gipfelbuch ausleihen, inzwischen habe ich immer ein paar Schmierzettel und einen Stift dabei, denn: der nächste Geistesblitz kommt bestimmt.

Und die langen Winterabende werde auch ich in Zukunft mit diversen Büchern auf dem Fahrrad-Ergometer verbringen. Klar, dass ich Ihnen nur empfehlen kann, gleiches zu tun!

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