Archiv für Oktober 2008

Ergometer-Rennen

Radrennen fahren, aber keinen Zentimeter voran kommen – wie geht denn das? Ganz einfach, bei einem Ergometer-Rennen. Prädestiniert sind die Ergometer der Firma Daum electronic, die über die notwendigen Computer und Software verfügen. Und über diese Hilfsmittel werden Programme erstellt, die das Abbild einer realen Rennstrecke sind. Und genau diese Strecke muss von allen Teilnehmern abgefahren werden. Wer dabei am schnellsten ist, wird Sieger. Ist doch ganz einfach, oder?

Wenn sich alle Teilnehmer am gleichen Ort, z.B. auf einer Messe, befinden, lassen sich sogar die Positionskämpfe am Bildschirm mitverfolgen, auch wenn natürlich die Ergometer fest stehen bleiben. Gibt es mehr Teilnehmer als Ergometer, müssen mehrere Läufe gefahren werden, und der Radler mit der schnellsten Zeit über alle Läufe wird als Sieger geehrt.

Mit einer Internet-Verbindung ist es aber auch möglich, Teilnehmer von verschiedenen Standorten aus gegeneinander antreten zu lassen. Im privaten Bereich können sich also auch mehrere Sportler jeweils von zu Hause sportlich miteinander messen. Allerdings gibt es dafür dann keine Siegerehrung mit Pokal und Applaus, sondern nur die eigene Genugtuung, wenn man ein gutes Ergebnis erzielt hat.

Mit derartigen Programmen kann man natürlich auch gegen sich selbst fahren und feststellen, ob sich das Training lohnt und ob man inzwischen schneller auf der gleichen Strecke unterwegs ist als noch vor einigen Wochen oder Monaten. Der Vorteil dabei ist, dass man immer die gleichen Witterungsbedingen vorfindet, also nie durch Rückenwind geschoben oder von Gegenwind gebremst wird.

In Zeiten steigender Energiekosten wäre es natürlich auch mal interessant, die beim Ergometer-Strampeln erzeugte Energie zu nutzen – vielleicht für den Betrieb des Computers? Im Schweizer Fernsehen gab es vor langer Zeit einmal ein derartiges Experiment. Und in den 90er-Jahren waren dort Rollenrennen sehr populär. Dieser Boom hat sich aber inzwischen gelegt, zumal heute ja auch ganz andere technische Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Was den Radlern recht ist, ist den Ruderern übrigens schon lange billig. Dort gibt es sogar Meisterschaften im Ergometer-Rudern. Spezielle Strecken gibt es dort allerdings nicht, denn bergauf oder bergab rudern ist ja nicht möglich, weil Flüsse nur in der Ebene fließen können. Bei den Ergometer-Ruderern sind dann aber die Positionskämpfe auf der Leinwand spannender.

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Osteoporose und Sport

Osteoporose und Sport – nein, das passt nicht zusammen, meinen die einen. Ja natürlich, Sport hilft, sagen die anderen. Wer hat Recht? Letztere, auch wenn natürlich  differenziert werden muss. Spricht man von einem jungen Menschen ohne gesundheitliche Probleme? Oder geht es um eine ältere Person, bei der schon bekannt ist, dass die Knochen brüchig sind?

Tatsache ist, dass Knochen schon früh belastet werden müssen, wenn sie nicht an Substanz verlieren sollen. Stöße, Erschütterungen und Druck sind nötig, damit der Knochen hart bleibt. Es ist sogar möglich, dass diese Belastungen zu kleinsten Verletzungen am Knochen führen, die dieser dann aber wieder selbständig repariert. Bis zum Ermüdungsbruch darf die Belastung allerdings nicht führen, und von Belastungen durch Gewalteinwirkung spricht natürlich auch niemand.

Die Vorbeugung gegen Osteoporose beginnt also bereits im Kindesalter. Dass Spielsportarten bei Kinder und Jugendliche von Haus aus hoch im Kurs stehen, ist auch eine gute Sache im Sinne der Osteoporoseprophylaxe. Schwimmen hat wenig positive Effekte in dieser Richtung, weil das Wasser zu wenig Druck auf die Knochen auswirkt. Auch Radfahren ist nicht so nützlich, weil der Druck auf die Knochen zu gering ist – es sei denn, man tritt mit einem dermaßen großen Gang rein, dass es auch schon den Rahmen verbiegt. Natürlich haben Schwimmen und Radfahren andere positive Wirkungen auf den Organismus, so dass es falsch wäre, diese Sportarten ganz vom Programm zu streichen – zumal wenn sie Spaß machen.

Zur Kräftigung der Knochen hat sich allerdings Laufen in Untersuchungen als wirkungsvoller erwiesen. In die Laufeinheit dürfen auch Starts und Stopps und Sprünge eingebaut werden. Auch Bergabgehen beim Wandern kräftigt die Knochen genauso gut wie Rudern oder High-Impact-Sportarten. Natürlich ist immer auf eine korrekte Ausführung der Bewegung zu achten, damit nicht beispielsweise Sprünge mit einer gekrümmten Wirbelsäule mehr schaden als nutzen.

Eine sehr gute Bewegungsform contra Osteoporose ist auch das Krafttraining. Am besten also, man beherzigt diese Erkenntnisse bereits in jungen Jahren und minimiert zusätzlich noch die Zufuhr von Nikotin, Alkohol, Koffein und Kochsalz. Dann sollte man auch als ältere Frau nicht mit einem Buckel und Knochenbrüchen enden.

Aber auch wenn der Arzt bereits festgestellt hat, dass die Knochendichte reduziert ist, kann man natürlich noch gegensteuern. Es hilft, Koordination und Gleichgewicht zu schulen, um Stürze zu vermeiden oder zumindest glimpflich ablaufen zu lassen. Und eine dosierte Belastung der Knochen ist nach Befragung des Arztes sicher noch möglich, z.B. Nordic Walking statt Jogging und ein angepasstes Krafttraining. Auch Vibrationsplatten können älteren Osteoporose-Patienten eine höhere Knochendichte verschaffen, ohne möglicherweise durch Rheuma geschädigte Gelenke zu belasten und die Schmerzen zu sehr zu steigern.

Ruhe und Passivität adé, das gilt nicht nur bei schwachen Knochen, sondern auch vorsorglich, damit es nie so weit kommt.

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Wintertraining vor 30 Jahren

Vor 30 Jahre gab es kein Internet. Da gab es auch noch keine Handys, sondern Telefonhäuschen, in die man Münzen einwerfen musste und dann die Wählscheibe drehen konnte. Ortsgespräche haben damals ohne zeitliche Begrenzung 20 Pfennig gekostet, und es Kurzvorwahlnummern, d.h. für Telefonate vom Frankfurter Umland in die Stadt musste nur eine 9 vorgewählt werden.

Auch wenn es vielleicht für die junge Generation unvorstellbar ist, aber man konnte damals auch schon recht gut leben. Und man konnte auch trainieren. Wenn man allerdings die heutigen Möglichkeiten mit Fitnessgeräten und -studios betrachtet, könnte man nachträglich schon ein wenig neidisch werden. Oder haben wir es vielleicht doch besser gehabt, weil uns nicht alles auf dem “Silbertablett” serviert wurde?
Ich habe mal ein wenig in meinem Archiv gestöbert und ein paar interessante und amüsante Dinge gefunden:

Im Katalog des Radsporthauses Brügelmann aus dem Jahr 1978 werden Ruderapparate angeboten. Für das Modell SUPER SKIFF heisst es dort:
“Stufenlose Regulierung des gewünschten Widerstandes. Die neue, stärkere Hydraulik bewirkt besonders wirksames und geräuschloses Bremsen. Simulierung des Kräfteverlaufs wie bei einem echten Ruderboot im Wasser. Der Rollsitz ist dem eines Rennbootes nachgebildet.” Der Preis betrug damals DM 530.-

Hydraulische Rudergeräte werden zwar auch heute noch verkauft. Das günstigste Angebot liegt bei EUR 313,40 und kann neben einer verbesserten Mechanik auch mit einem Trainingscomputer aufwarten. Aber inzwischen wird beim Rudern auf dem Trockenen längst mit Magneten, Luft oder Wasserwiderstand gepremst. Und auch Ästhetik kann beim Fitnessgerät eine Rolle spielen, sei es durch die Auswahl edler Materialien oder durch die stilvolle Integration des Trainingsgeräts in ein Möbelstück. Die Ruderstation der Firma Waterrower sieht im Ruhezustand wie ein edler Schrank aus, verwandelt sich aber innerhalb weniger Minuten in ein Ruderbecken, das auch als Schreibtisch nutzbar ist, wenn das Rudergerät außerhalb geparkt wird.

Bei Heimfahrrädern wirbt mein historischer Katalog mit CYCLETTE OLYMPIC-75 für stolze 470 DM:
“Leistungsgerecht für Trainingszwecke und Ausgleichssport. Auch härtestem Dauerbetrieb gewachsen. Stabile Rennpedale mit Haken. Verstärkter Kettenantrieb. Neue größere Schwungmasse mit 9,5 kg und verstärkten Bremszügen.”

Der günstigste Heimtrainer, der heute im Angebot ist, der Kettler Polo S, schlägt mit 284,90 EUR zu Buche. Er hat sogar nur eine Schwungmasse von 6 kg, allerdings einen Trainingscomputer und einen Rippenriemen als Antrieb. Aber die Schwungmasse ist weiterhin eine Stellschraube und ein Vergleichskriterium für Heimtrainer. 18 kg bietet beispielsweise das Kettler Ergorace, für das man allerdings knapp 1.500 EUR ausgeben muss. Dafür gibt es auber u.a. auch noch einen Trainingscomputer mit 48 Programmen und vollständiger Trainingsüberwachung – da erblassen der Geschwindigkeits- und Wegstreckenmesser der CYCLETTE-72 vor Neid. Eine Kuriosität aus den 70er-Jahren hat sich scheinbar nicht durchgesetzt:

“…eingebautes Exentergetriebe, welches beim Treten den Lenkerteil vor- und zurückbewegt. Besonders geeignet zum Training der Arm-Bauch- und Rückenmuskulatur.”

Die andere Alternative zum Radtraining auf nassen, kalten Straßen war die sogenannte Rolle. Aber eigentlich war es keine wirkliche Alternative und nur zum Warmfahren bei Bahnrennen geeignet, denn ohne künstlichen Widerstand war die Vielfalt des Trainings sehr begrenzt. Auch hier gibt es inzwischen eine neue Generation an Rollentrainern.

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Interessante Sport-Webseiten

Logischerweise gibt es nicht nur unser Fitnessgeraete-Forum, das interessante Tipps zum Sport im Web anbietet. Deshalb möchte ich hier einmal zwei andere Sites vorstellen, die mir in letzter Zeit positiv aufgefallen sind. Und wenn der ein oder andere dort ein paar neue Anregungen findet, wäre das eine feine Sache.

Trainingstipps für Läufer

Aus dem Lauftreff Lank-Latum ist die Website www.lanklaeufer.de hervorgegangen. Dort scheint es eine fleißige Läuferszene zu geben, die sich per Internet zum Training auf diversen kartierten und vermessenen Laufstrecken verabredet.

Startseite von lanklaeufer.de

Die aktuellen Meldungen sind zwar aus dem Jahr 2006, also nicht mehr ganz aktuell. Aber sehr empfehlenswert sind die umfangreichen Trainingstipps, die überall und nicht nur in Lank-Latum befolgt werden können. Diese Tipps enthalten auch kleine Anwendungen mit folgenden Funktionen:

  • Berechnung der Pulswerte für die unterschiedlichen Trainingsintensitäten, ergänzt wird das Ganze durch hilfreiche Erklärungen und konkrete Trainingsanweisungen
  • Berechnung der Laufgeschwindigkeit für die unterschiedlichen Trainingsintensitäten auf Grundlage der Zeit des letzten Wettkampfs
  • Tempomat zur Berechnung von Trainingsempfehlungen für Tempoläufe auf Grundlage der 10 km-Wettkampfzeit

Für Laufanfänger gibt es ebenfalls viele Tipps und Trainingspläne, sowie Kräftigungs- und Dehnübungen für alle Läufer.

Hintergrundinformationen vom Sportmediziner

Dr. Kurt A. Moosburger ist unter anderem Sportarzt und Ernährungsmediziner in Hall in Tirol. Und er sitzt nicht nur in seiner Praxis, sondern ist auch unterwegs, hält Vorträge und schreibt Beiträge für Fachzeitschrifte. Und diese Arbeiten bietet er für jedermann auf seiner Website an.

Publikationen von Dr. Moosburger, Sportarzt

In 11 unterschiedlichen Kategorien werden Texte und Vortragsfolien angeboten. Der Bogen spannt sich vom Training bis zur Ernährung und enthält auch Themen wie Extremsport und Doping.  Auch wenn für den Laien nicht alle Begriffe verständlich sind, erhält man doch viele neue Erkenntnisse, denn Moosburger räumt auch mit einigen Ansichten auf, die sich in der Vergangenheit in vielen Köpfen festgesetzt haben. Interessante Themen – zum Lesen nach dem Training oder sogar während des Trainings auf dem Rad-Ergometer.

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Firmenportrait Daum electronic

Fitnessgeräte “Made in Germany”, die gibt es aus dem Hause Daum. Der Name stammt vom Gründer und Geschäftsführer Wilhelm Daum, der das Unternehmen vor gut 35 Jahren gegründet hat. Der Firmensitz von daum electronic befindet sich in Fürth/Bayern und bietet den etwa 80 Mitarbeiter seit 2004 eine ganz besondere Arbeitsumgebung. Die Adresse “Flugplatzstraße” ist bereits ein Hinweis darauf. Denn wo einst Flugzeuge gestartet und gelandet sind, werden heute hochwertige Trainingsgeräte konzipiert und entwickelt.  Wilhelm Daum hat hier, sehr zur Freude der Stadt Fürth, Aspekte des Denkmalschutzes, der Stadtteilentwicklung und der Ökologie unter einen Hut gebracht hat. Und so werden auch für das Unternehmen neue Höhenflüge möglich sein.

Forschung und Entwicklung und die Herstellung der Elektronik finden in der früheren Flugzeughalle statt. Die Geschäftsleitung und der Vertrieb agieren aus dem Tower. Die ständige Weiterentwicklung der Ergometer liegt Daum ebenso am Herzen wie ein zuverlässiger Kundendienst und hohe Qualität. Unzählige Patente, ISO-Zertifikate, die Einhaltung von Normen und gute Testergebnisse beweisen, dass die Wünsche auch in die Tat umgesetzt werden.

Neben Sportlern zählen auch Patienten in Arztpraxen, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen zur Zielgruppe von Daum electronics. Um den unterschiedlichen Ansprüchen dieser Zielgruppen Rechnung zu tragen, wurde vier Produktlinien entwickelt.

Die classic line bietet hochwertige Fahrrad-Ergometer, Crosstrainer und Laufbänder für den Freizeit- und Hobbysportler. Für nur wenig mehr als EUR 500 ist bereits das Daum ergo bike cardio pro erhältlich.

Die premium line richtet sich an ambitionierte Sportler oder Anwender im medizinischen Bereich. Die Preise für Ergometer liegen hier bei etwa EUR 1.500, z.B. für das Daum ergo bike premium8.

Die medical line findet man im medizinischen Gebrauch, aber auch in Fitness-Studios. Die Preise liegen im Bereich von EUR 2.000.-

Ebenfalls für ambitionierte Sportler wurde die space line geschaffen. Die Preise liegen zwischen der classic und der premium line. So ist das Daum ergo bike 8008 space für gut 1.000 EUR erhältlich. Der Name space rührt daher, dass man zwar im eigenen Wohnzimmer oder Hobbykeller trainiert, virtuell aber mit der Welt verbunden ist. So kann man dank Kamera, Kopfhörer und Bildschirm gemeinsam trainieren oder auch virtuelle Wettkämpfe durchführen. Gut 10 Ergometer-Rennen finden pro Tag statt und werden auf den Internet-Seiten von Daum electronic dokumentiert und angekündigt.

Wer zwar alleine trainieren möchte, aber dennoch Unterhaltung sucht, kann sich mit Internet-Fernsehen ablenken lassen.

Auch für die classic- und premium-Serie können Daum-Sportler ihre Trainingspläne per Up- und Download austauschen. Und in der Community gibt es einige interessante Sachen, von Wettkampf-Strecken mit schillernden Namen bis zu Programmen, die über Geschwindigkeit, Puls, Watt oder Trittfrequenz gesteuert werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die ergo_win-Software, die derzeit für EUR 148.- erhältlich ist.

Bei daum electronic sind auch Ersatzteile erhältlich, von Schrauben über Kabel und Ersatzmagneten. Es braucht also niemand Bedenken zu haben, dass er sein gesamtes Trainingsgerät ausmustern muss, weil ein Teil seinen Dienst quittiert hat. Für die meisten Geräte gibt es auch umfangreiche Beschreibungen und Anleitungen zum Download.

Wer sich ein Trainingsgerät von Daum electronic zulegt, hat sicher eine gute Wahl getroffen. Die Preise sind moderat, Qualität und Leistung aber hoch. Und mit der Trainings-Software und Community hat man jede Menge Erweiterungspotenzial.

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