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Laufband kaufen leicht gemacht

Als Schnäppchen bekommt man Laufbänder bereits ab 200 EUR. Man kann aber auch bis zu 4.000 EUR für ein Laufband ausgeben. Große Spanne? Neja, es geht noch weiter, denn Fitness-Studios müssen noch einmal mindestens das Doppelte oder Dreifache investieren, um ein Laufband zu erhalten, dass den täglichen Dauereinsatz über mehrere Jahre unbeschadet übersteht und den Trainierenden komfortables Training ermöglicht.
Damit das Laufen zu Hause auf Dauer Spaß macht und die gewünschten Effekte bringt, sollte man bereit sein, zwischen 1000 EUR und 1.500 EUR auszugeben. Warum das so ist und wie die Unterschiede zustande kommen, sei an einem Produktvergleich gezeigt.

Verglichen werden das Laufband GM 2015 von Schmidt Sportsworld, das für knapp 350 EUR zu haben ist, und das Paragon 508 von Horizon Fitness, das mit knapp 1.500 EUR zu Buche schlägt.

Lauffläche
An die Maße eines Waldweges kommt ein Laufband nicht heran. Wie lang die Lauffläche sein muss, hängt von der Schrittlänge des Trainierenden und von seinem Tempo ab. Wer Walken möchte, kommt mit 1,30 m klar, wer laufen möchte, braucht 1,50 m.
Das Schmidt-Laufband ist mit nur 1,20 m sehr kurz, also für große Läufer sicher ungeeignet. Das Horizon-Band bietet ihnen aber mit seinen 1,50 m ausreichend Platz.

Auch bei der Breite der Lauffläche weisen Laufbänder Bandbreiten zwischen 37 und 55 cm auf. Für Läufer sind 48 cm empfehlenswert, und auch Walker sollten sich nicht mit weniger als 45 cm begnügen.
Auf dem Schmidt-Laufband müssen sie sich allerdings auf 40 cm beschränken, während das Horizon-Band mit 50 cm ausreichend Platz lässt.

maximales Gewicht
Die Tragfähigkeit von Laufbändern ist begrenzt und liegt meist zwischen 120 und 135 kg. Manche Geräte sind allerdings auch für Personen bis 180 kg ausgelegt.
Auch hier grenzen unsere Testgeräte das Spektrum ein, denn das Schmidt-Band verträgt 120 kg, das Horizon-Band 160 kg.

maximales Tempo
Eine weitere Begrenzung gibt es beim Tempo, denn der Läufer kann nur so schnell laufen, wie sich das Band weiter bewegt. Für Anfänger ist andererseits wichtig, dass auch ganz niedrige Geschwindigkeiten möglich sind, um einen sanften Einstieg ins Training zu erlauben.
Das Schmidt-Band bietet ein Tempospektrum von 1 bis 12 km/h. Deutlich größer sind die Möglichkeiten wieder mit dem Horizon-Band, das bei 0,8 km/h beginnt und erst bei 20 km/h endet.

Motorleistung
Die Motorleistung bestimmt das maximale Tempo und auch den Laufkomfort. Denn je stärker der Motor ist, desto schneller, ruhiger und gleichmäßiger läuft das Band. Läufer werden erst ab 2 PS glücklich, zum Walken reichen auch 1,75 PS.
Das Schmidt-Band liegt mit 2 PS ganz gut im Rennen, wird aber vom Horizon-Band mit 2,5 PS wieder überholt.

Dämpfung
Eine gute Dämpfung sorgt dafür, dass die Belastung für den Körper auf dem Laufband geringer ist als auf Asphalt. Wird die Laufplatte auf Gummipuffern gelagert, fühlt man sich selbst im Wohnzimmer wie auf Waldboden.
Das Horizon-Band verfügt über ein Variable Cushion System, während es beim Schmidt-Band keinerlei Hinweise auf eine Dämpfung gibt.

Steigung
Neben dem Lauftempo kann die Intensität des Trainings auch über die Steigung des Laufbandes variiert werden. Der Neigungswinkel sollte elektronisch zwischen 0 und 10% verstellbar sein.
Das Schmidt-Band bietet 3 Steigungswinkel mit 0, 2 und 4% Steigung. Die Veränderung wird erreicht, indem das Laufband angehoben wird und die Höhenstabilisatoren in die gewünschte (gleiche!) Zielposition gebracht werden. Beim Horizon-Band hingegen lassen sich Steigungen zwischen 0 und 12% an den Armstangen einstellen.

Computer
Über den Computer wird das Training gesteuert und kontrolliert. Es ist wichtig, dass die Anzeigen und Tasten gut erkennbar sind und sich leicht bedienen lassen – auch bei hohem Lauftempo. Die Steuerung von Steigung und Tempo erfolgt idealerweise automatisch über die Herzfrequenz des Sportlers, die mit einem Brustgurt gemessen wird.

Der Computer des Schmidt-Bands zeigt die Zeit, das Tempo, die Distanz und den Kalorienverbrauch an. Der Puls wird über einen Ohrclip gemessen. Trainingsprogramme sind nicht vorhanden. Der Computer des Horizon-Bands zeigt ebenfalls Zeit, Tempo, Distanz und Kalorienverbrauch, dazu aber noch die Steigung an. Er bietet 15 Trainingsprogramme, darunter 2 pulsgesteuerte Programme, für die der Puls an der Hand oder über einen Brustgurt gemessen wird.

Sicherheit
Zur Sicherheit des Läufers gehört ein Not-Ausschalter, der das Laufband im Notfall sofort anhält. Dies wird über einen Schlüssel realisiert, der fest mit der Kleidung des Läufers verbunden wird und das Band bei einem Sturz stoppt. Dieses System ist bei beiden untersuchten Laufbändern vorhanden.
Beide Geräte haben unabhängige Qualitäts-Prüfungen bestanden und tragen das TÜV- bzw. CE-Zeichen.

Fazit
Das Fazit dürfte klar sein. Es wäre schade, wenn die ursprünglich vorhandene Motivation zum Training durch ungünstige Eigenschaften des Trainingsgeräts zunichte gemacht würde. Denn wenn das Laufband nach wenigen Versuchen im Keller verstaubt, ist selbst der Schnäppchenpreis noch zu hoch.

Was bringt ein Laufband?

Gerade noch goldener Oktober mit Temperaturen bis 20 °C und nur wenige Tage später Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Dauerregen und Schnee bis in tiefe Lagen. Verrückte Welt und ein Wetter, bei dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür schickt. Aber ganz auf’s Training verzichten? Nein, das soll nicht sein. Aber irgendwie wäre es doch schön, wenn man jetzt wenigstens ab und zu mal drinnen sinnvoll trainieren könnte, oder?

Für Läufer ist natürlich ein Laufband das naheliegendste Trainingsgerät, das sich auch bei Spitzensportlern großer Beliebtheit erfreut. Für sie zählt vor allem die Möglichkeit, die Intensität des Trainings genau dosieren und steuern zu können – über Tempo, Steigung und natürlich die Herzfrequenz. Das ist natürlich für Hobbysportler gleichermaßen wichtig, auch wenn sie langsamer unterwegs sind.
Berufstätige Sportler werden mit einem Laufband zudem unabhängig vom Wetter und von der Tageszeit. Statt bei Regen, Schnee oder Glatteis die eigene Gesundheit eher zu gefährden, wird drinnen effektiv trainiert. Auch die Gefahr, beim Laufen im Dunklen zu stolpern oder wegen schlechter Beleuchtung von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden, lässt sich umgehen. Und besonders Frauen können das mulmige Gefühl auf einer einsamen Strecke ebenso vergessen wie die Angst vor nicht angeleinten Hunden.
Wer über einen großen Spiegel verfügt, kann seinen Laufstil auf dem Laufband selber analysieren. Wer keine Berge vor der Haustür hat, kann aber mit Hilfe eines Laufbandes trotzdem Bergläufe absolvieren. Wer beim Laufen Unterhaltung wünscht, kann fernsehen oder Musik hören. Auch Hörbücher jeglicher Art sind eine gute Möglichkeit, das Sprichwort vom gesunden Körper und dem gesunden Geist in die Tat umzusetzen.
Im Gegensatz zum Training in der Natur erlaubt das Laufband auch das gemeinsame Training von Personen unterschiedlicher Leistungsfähigkeit. Jeder kann sein eigenes Tempo wählen, da ein gutes Laufband das Spektrum vom Anfänger und Einsteiger bis zum Spitzensportler abdeckt. Stehen die Laufbänder nebeneinander, ist sogar eine Unterhaltung möglich.

Natürlich braucht ein Laufband ausreichend Platz und eventuell eine geräuschunempfindliche Umgebung. Damit das Training auch auf Dauer Spaß macht, ist eine gewisse Investition erforderlich.
Was den Bewegungsablauf angeht, muss gesagt werden, dass der Fuß beim Laufen auf dem Band etwas anders als draußen abgerollt und abgedrückt wird, weil sich ja der Boden bewegt und nicht der Läufer. Durch den fehlenden Fahrtwind schwitzt man mehr und muss auf die Eindrücke aus der Natur und die Abhärtung durch die Einflüsse wechselnder Witterungsbedingungen und die Sonne verzichten.

Wer aber unter der Woche abends die Vorteile des Laufbands nutzt und am Wochenende draußen läuft, hat eine optimale Trainingsgestaltung gewählt und nutzt die Vorteile beider Varianten. Das ist sozusagen die fristlose Kündigung für den inneren Schweinehund, denn äußere Einflüsse und Hinderungsgründe für das Training gibt es dann nicht mehr.

Die Ausrüstung des Läufers (oder auch Walkers) für das Laufband unterscheidet sich nicht von der, die im Sommer draußen angesagt ist. Gute Laufschuhe sind also das A und O, dazu leichte Laufbekleidung, denn warm wird es sehr bald. Eine Trinkflasche sollte deshalb immer in Reichweite sein. Meistens lässt sie sich im „Cockpit“ abstellen. Wer ein Handtuch mit auf’s Laufband nimmt, muss aufpassen, dass es nicht auf das Band fällt, mit diesem eingezogen wird und Schäden anrichtet.

Die ersten Schritte auf dem Laufband sind möglicherweise ungewohnt. Deshalb sollte man immer auf den stehenden Band beginnen und das Tempo langsam steigern. Da ja sowieso jedes Training mit einem Aufwärmen beginnen sollte, gehen hier Sicherheit und Sinnhaftigkeit Hand in Hand.
Beim Laufen geht der Blick immer nach vorne, geradeaus, weder auf die Füße noch nach rechts oder links. So stellt man sicher, immer richtig zu landen und nicht unliebsame Bekanntschaft mit der Tatsache zu machen, dass das Band in seiner Länge und Breite begrenzt ist.

Einkaufstipps und Produktvergleiche folgen in Kürze!