Die richtige Lauftechnik

Nachdem die Theorie zu Schrittlänge und Schrittfrequenz klar sein sollte und sich ja vielleicht schon der ein oder andere mit der Übung beschäftigt hat, soll es heute noch weiter um die richtige Lauftechnik gehen. Diese Technik gilt sowohl für Läufe in der Natur als auch für das Lauftraining auf dem Laufband. Für das Laufband sind allerdings noch ein paar zusätzliche Tipps zu berücksichtigen, die am Ende des Beitrags genannt werden.

Die richtige Lauftechnik besagt, dass der Fuß mit der gesamten Ferse aufkommen soll. Das Fußgelenk bildet dabei einen stumpfen Winkel und der gesamte Fuß wird von der Ferse her abgerollt. Der Abstoß erfolgt dann über den Großzehenballen. Die Füße werden parallel geführt, die Fußspitzen nicht nach innen oder außen gedreht. Beim Abstoß wird das Bein gestreckt, allerdings nicht überstreckt, um Schäden für das Kniegelenk zu verhindern.

Laufen

Bild: www.pixelio.de, Fotograf: Klicker

Die Arme werden im Ellbogen angewinkelt, so dass sich ein rechter Winkel zwischen Ober- und Unterarm ergibt. Anders ausgedrückt: die Unterarme bewegen sich parallel zum Boden neben dem Körper gerade nach vorne und hinten. Wer dabei an eine Dampfeisenbahn denkt, hat sich eine gute Eselsbrücke im Kopf.

Eisenbahn

Bild: www.pixelio.de, Fotograf: Günter Havlena

Die Arme und Beine sollten synchronisiert sein, d.h. wenn sich der Ellbogen in der hintersten Position befindet, sollte das Knie des gegenüberliegenden Beins in der höchsten Position sein.
Diese technischen Feinheiten probiert man natürlich zunächst bei einem ganz langsamen Lauftempo aus. Nach und nach sollte einem der Bewegungsablauf dann in Fleisch und Blut übergehen, damit man sich nicht nur und ausschließlich auf Ellbogen und Knie konzentrieren muss. Allerdings kann es nichts schaden, wenn man sich beispielsweise beim Einlaufen immer mal wieder ein paar Minuten Zeit nimmt, um seine Technik zu überprüfen oder daran zu feilen.
Die Hände werden locker gehalten, wobei sich die Finger meist leicht einrollen. Man sollte also weder krampfhaft eine Faust bilden, noch die Finger explizit nach vorne strecken.
Der Kopf wird gerade gehalten, der Blick geht nach vorne. Gerade dieser Punkt ist auf dem Laufband wichtig. Aus Angst, neben das Band zu treten, schauen nämlich viele Läufer auf dem Band nach unten auf ihre Füße und werden dadurch aber erst recht unsicher und nervös.

Auf dem Laufband treten auch öfter Fehlhaltungen auf. Achten Sie also dort ganz besonders darauf, dass Sie die Schultern nicht hochziehen, die Hände nicht verkrampfen und die Arme wirklich nur neben dem Körper führen.

Die Bewegung sollte immer nach vorne gerichtet sein, denn wer nach oben springt, verliert nicht nur an Schrittlänge, sondern erhöht auch die Wucht der Landung.

Sicher ist ein Laufband am Anfang gewöhnungsbedürftig, da es schmaler und kürzer als ein Waldweg ist. Deshalb sollte man immer die Mitte des Bandes auswählen. Das hat einerseits den Vorteil, dass man die Anzeige des Bordcomputers leichter ablesen und den Notstopp leichter erreichen kann, und andererseits den Vorteil, dass verhindert andererseits, dass man zu nah an das Ende der Lauffläche gerät und vom Band stürzen könnte.

Zur eigenen Sicherheit sollte man das Band nur betreten und verlassen, wenn es steht. Das Tempo des Bandes sollte dann langsam erhöht bzw. gesenkt werden. Für Notfälle gibt es dann den Notstopp, so dass Aufspringen auf das laufende Band und abspringen vom laufenden Band tabu sein sollten.
Am Anfang ist es durchaus zulässig, die Griffe zum Festhalten zu benutzen. Sobald man sich aber auf dem Laufband wohlfühlt, sollten sich die Arme in die oben beschriebene Haltung bewegen, da durch das Festhalten nicht nur ein unnatürlicher Bewegungsablauf herbeigeführt wird, sondern auch der Kalorienverbrauch niedriger liegt.

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