Fettverbrennung oder Muskelaufbau

Die Tage werden kürzer, die Abende dunkler: Die Nutzungsrate von Fitnessgeräten daheim oder im Studio steigt an. Und die Gerüchte und Mythen rund um das Training kommen dann wieder verstärkt zur Anwendung. Abnehmen möchte jeder, einen straffen Körper auch, aber wehe dem, man muss sich trotz oder gerade wegen des Trainings neue Kleider in einer Nummer größer kaufen. Ich weiß nicht, wer seine Mitmenschen aus welchen Gründen derartig verwirrt. Ich jedenfalls kann keine der Aussagen aus eigener Erfahrung bestätigen.

Und wer etwas wissen will, fragt heutzutage gerne seinen Freund Google ;-). Ich habe das auch gemacht, allerdings mit einem etwas anderen Hintergrund. Ich habe Google gefragt, wie sich die Suchanfragen nach Fettverbrennung, Muskelaufbau und Pulsuhr in den letzten Jahren entwickelt haben.

Hier zunächst das Bild:

Suchvolumen Fitnessgeräte und Muskelaufbau

Was erkennt man? Wenn die Blätter fallen, nimmt das Interesse für die sportlichen Themen zu. Bis zum Sommer (Bikinifigur?) bleibt es auf einem höheren Niveau und sinkt dann wieder ab, bis eben zum Herbst neuer Schwung in das Thema kommt. Diese Periodisierung wiederholt sich alle Jahre wieder – abgesehen von kleinen Variationen.

Beim Vergleich der Suchbegriffe fällt auf, dass Fettverbrennung und Pulsuhr zusammen gehören, während der Muskelaufbau eine Sache für sich ist. Klar werden beim Ausdauertraining, das Fett verbrennt, auch gleichzeitig Muskeln aufgebaut. Aber bekanntermaßen kann der gezielte Aufbau von Muskeln ja noch weiter gehen und nicht unbedingt der Gesundheit förderlich sein.

Durch längere Ausdauertrainingseinheiten im aeroben Bereich wird die Fettverbrennung angekurbelt. Und diesen aeroben Bereich ermittelt man am besten mit einer Pulsuhr.

Allerdings ist ein gezieltes Training zur Kräftigung der Muskulatur kein Widerspruch zur Fettverbrennung. Denn die Muskeln werden ja nur kräftiger, wenn sie arbeiten. Und das Krafttraining  bietet den Vorteil, dass man damit einzelne Muskeln oder Muskelgruppen gezielt ansprechen kann. Im Sinne der Fettverbrennung sollte man beim Krafttraining allerdings nur moderate Gewichte auflegen und eine höhere Anzahl an Wiederholungen anstreben. Wird die Kraftkomponente in eine Ausdauertraining eingebettet, hat man wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um Fett zu verbrennen und durch Muskeln zu ersetzen.

Also: Ignorieren Sie Gerüchte und starten Sie mit dem Training durch. Der Erfolg wird Ihnen Recht geben.

13 Kommentare zu „Fettverbrennung oder Muskelaufbau“

  • frednorbert:

    ich glaube, das hier wohl bei freund google nur das gelsen wurde, was den absatz von pulsuhren fördert und der bequemlichkeit entgegen kommt.

  • An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass man durch zusätzlichen Muskelaufbau der Kalorische Tagesumsatz gesteigert werden kann. Sprich, ohne Sport zu betreiben verbrenne ich aufgrund meiner Muskulatur mehr Kalorien. Damit ist das Krafttraining ein langanhaltenes Mittel um Kalorien zu verbrennen und in Kombination mit einem Ausdauertraining die ideale Kombination um seinen Körper fit zu halten. Und: Mit Ausduertraining können nicht immer alle Muskeln so geformt werden, wie sie es sollten. So wird z.B. der große Gesäßmuskel (Gluteus Maximus) oft nicht ausreichend Trainiert und erhält so nicht seine schöne Apfelform, wie sie doch sowohl von Männern als auch von Frauen bevorzugt wird. Und auch der Pectoralis Major, der Brustmuskel, wird beim Joggen bspw. nicht ausreichend trainiert, beim gezielten Krafttraining aber schon.

  • Das ist ja sehr interessant. Seit kurzem bin ich mit dem Fitness angefangen..:) und finde es echt sehr spannend. Danke für diesen Artikel.

  • Hey,

    ich stimme dir vollkommen zu, dass man die Muskeln nicht durch Ausdauertraining versuchen sollte zu trainieren. Wenn man wirklichen Muskelaufbau betreiben will, muss man Krafttraining machen. Das hat dann auch noch gesundheitliche Vorteile wie Prävention von Osteoporose und einer allgemeinen Verbesserung des Gesundheitszustandes.

  • Ja ich stimme dir hier vollkommen zu. Viele Leute sehen immer noch nicht den Unterschied zwischen Ausdauer- und Kraftsport. Für einen gesunden und gutaussehnden Körper sollten allerdings beide Komponenten berücksichtigt werden. Auch eine gesunde Ernährung die den Muskelaufbau unterstützt sollte nicht vernachlässigt werden!

  • Muskel Mike:

    bodybuilding ist echt wie ne religion. wenn man einmal damit angefangen hat lässt man nicht mehr los und abgesehn vom besseren aussehen fühlt man sich fitter und bleibt gesund.

  • Hallo zusammen,
    erstmal toller Artikel! Ich denke, das wird immer mehr Suchanfragen und Märkte geben. Sehen wir uns doch nur mal in Deutschland um. Berichte und Sendungen übers Abnehmen, unsportliche Kinder usw. Kein Wunder in dem Zeitalter von WII und PS3…

    Ach ja, es gibt bereits einen eigene TV-Fitness-Sender! -> Physique TV

    Grüße aus Koblenz.

  • Ich bin erst für den Muskelaufbau und dann geht es mit der Fettverbrennung sehr leicht. Grüße aus Voerde

  • mike:

    wer ganz am anfang steht und noch nicht so viel auf den rippen hat, sollte natürlich mit ner ordentlichen massephase beginnen und den KFA erstmal aussen vor lassen. Ich arbeite inzwischen strikt nach phasen wobei ich auf lange aerobe einheiten verzichte wenn defiphase ansteht. bessere erfolge kommen immer bei HIT Intervallen.

  • Man sieht auch die alljährliche Steigerung der Suchanfragen am Anfang von jedem Jahr, sind bestimmt die guten Vorsätze:)

  • Polo:

    Nicht wundern wenn man beim Training zunimmt. Muskeln wiegen mehr als Fett! ;-)

  • Anfänger sollten zuerst mal etwas Muskelmasse draufpacken. Also Ernährung anpassen und Kalorienanzahl hochfahren. Sind erstmal ein paar Kilos drauf, dann Proteinzufuhr weiter nach oben fahren und mit dem Ausdauertraining beginnen (Radfahren, Zumba, Kickboxen)

  • Sam:

    Ja solche Trends habe ich auch schon bemerkt. Es ist schon unglaublich was Google alles für Statistiken über uns sammeln kann.. Man stelle sich vor wie die uns damit manipulieren könnten… oder besser nicht.

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