Hanteln, Hantelscheiben, Hantelstangen: ein Überblick

Wem Gymnastik ohne Geräte zu lasch erscheint, kommt vielleicht auf die Idee, die Muskelkräftigung durch die Verwendung von Hanteln voranzutreiben. Hanteln brauchen zudem wesentlich weniger Platz als andere Fitnessgeräte, und auch preislich scheinen sie günstiger zu sein als Ergometer und Co. Aber wie so oft liegt auch bei Hanteln der Teufel im Detail. Zwischen der Hantel mit einem halben Kilo Gewicht, die schon in der Damengymnastik verwendet werden kann, und den Sportgeräten für Gewichtheber liegen logischerweise Welten. Deshalb hier ein kleiner Einblick in die Welt der Hanteln.

Alle Hanteln lassen sich in zwei Gruppen unterteilen, nämlich danach, ob sie in einer Hand gefasst werden oder ob beide Hände erforderlich sind. Faust-, Kugel- und Kurzhanteln fallen in die erste Gruppe, Langhanteln in die zweite Gruppe.

Fausthanteln
Fausthanteln sind die leichtesten Hanteln. Sie wiegen 0,5 kg, 1 kg, 2 kg, 3 kg, 4 kg oder 5 kg. Es gibt sie in verschiedenen bunten Farben, die sie ihrem Kunststoffüberzug verdanken. Verschiedene Gewichte haben verschiedene Farben, so dass sich die Anweisungen in der Gymnastikstunde auf die Farbe beschränken können. Durch den Kunststoff lassen sich die Hanteln gut greifen und sind weder kalt noch rutschig oder kantig.
Wer mehr Wert auf die Optik legt, bekommt Fausthanteln auch in Chrom.
Ein gewisser Nachteil von Fausthanteln ist jedoch, dass ihr Gewicht fest ist. Will man mehr oder weniger Gewicht, muss man eine andere Fausthantel verwenden.

Kugelhanteln
Kugelhanteln sind eher etwas für Kraftsportler und nicht sehr weit verbreitet. Es sind Kugeln mit einem Griff, die es in verschiedenen Gewichtsabstufungen zwischen 4 und 50 kg gibt. Für Hobbysportler sind Kugelhanteln nicht geeignet, da die damit möglichen schwingenden Bewegungen ein hohes Verletzungsrisiko mit sich bringen. Dass die sinnvollen Übungen auf jeden Fall korrekt ausgeführt werden sollten, gilt grundsätzlich für alle Hanteln, und umso mehr, je schwerer die Hantel ist.

Kurzhanteln
Das Gewicht von Kurzhanteln kann individuell verändert werden. Dadurch werden sie zu einem flexiblen Trainingsgerät. Die leichtesten Scheiben wiegen 0,5 kg. Dazu kommt das Gewicht der Hantelstange und der Verschlüsse mit etwa 2 kg. Wer härter trainieren will, benutzt Kurzhanteln bis zu 10 kg oder auch mehr.

Langhanteln
Langhanteln werden mit beiden Händen gegriffen. Die Stange ist entsprechend länger, wodurch das Innenmaß zwischen den Hantelscheiben auch größer als bei Kurzhanteln wird. Eine Langhantelstange wiegt etwa 10 kg und kann leicht bis zu 200 kg aufnehmen, ohne zu brechen. Langhanteln, die in Wettkämpfen verwendet werden, halten sogar über 400 kg aus. Sie biegen sich zwar, aber brechen nicht, d.h. die Kraft des Gewichthebers ist der begrenzende Faktor.

Werfen wir nun noch einen Blick auf die Einzelteile, aus denen sich Kurz- und Langhanteln zusammensetzen:

Hantelstangen
Die verchromten Stahlstangen unterscheiden sich natürlich in der Länge. Stangen für Kurzhanteln sind 30 bis 50 cm lang, Langhantelstangen gehen von 165 bis 200 cm. Wer bereits einen Hantelständer besitzt, bevor er sich eine Langhantel zulegt, sollte darauf achten, dass beide zusammen passen. Der gängige Durchmesser liegt bei 30 mm. Hanteln für den professionellen Gebrauch haben einen Durchmesser von 50 mm.

Hantelstangen gibt es in gerader Form oder mehrfach gebogen als Curlstangen. Letztere sind schonender für die Handgelenke und ermöglichen unterschiedliche Übungsvarianten. Teilweise ist es Geschmackssache, welche Stangenform man bevorzugt, bei manchen Übungen gibt es aber eindeutige Favoriten.

Viele Hantelstangen haben gerändelte Griffbereiche, die das Greifen angenehmer machen sollen, allerdings teilweise auch so scharfkantig sein können, dass eher das Gegenteil erreicht wird. Zur Schonung der Schultern gibt es auch Hantelstangen mit Schulterpolstern.

Die Frage nach der Maximalbelastung einer Hantelstange ist zur eigenen Sicherheit ratsam.

Hantelscheiben
Das Grundmaterial der Hantelscheiben ist Gusseisen. Je nach Einsatzbereich können die Scheiben verchromt, farbig pulverbeschichtet oder gummiert werden. Die Gummierung dient vor allem dazu, die Lautstärke des Aufpralls der Hantel auf den Boden zu dämpfen. Die meisten Hantelscheiben sind rund. Es sind aber auch 12-eckige Scheiben im Angebot, die sicher besser stehen, da sie nicht wegrollen können.

Hantelscheiben gibt es in folgenden Gewichtsklassen: 0,5 kg, 1,25 kg, 2 kg, 2,5 kg, 5 kg, 10 kg, 15 kg, 20 kg, 25 kg, 50 kg. Besonders für schwere Scheiben ist es hilfreich, wenn sie eine Öffnung als Tragegriff aufweisen. Leichtere Scheiben können dagegen noch am Rand oder Mittelloch gefasst werden.
Selbstverständlich sollte sein, dass der Durchmesser der Hantelstange zum Innendurchmesser des Mittellochs passen muss, damit eine stabile, sichere Hantel entsteht.

Verschluss
Der Verschluss spielt eine wichtige Rolle für die Sicherheit des Trainierenden und für Personen und Gegenstände in seiner Umgebung. Andererseits soll der Wechsel von Hantelscheiben auch möglichst schnell und einfach vor sich gehen.
Letztere Forderung wird durch die Schenkelfedern oder Clipverschlüsse erfüllt. Sie erinnern den Laien an die Feder in einer Wäscheklammer. Drückt man die Enden zusammen, lässt sich der Verschluss auf die Stange schieben. Die Feder sorgt dann dafür, dass der Verschluss und die Gewichte auf der Stange bleiben. Die Haltekraft ist allerdings begrenzt.
Hat die Hantelstange am Ende Rillen, kann ein Sternverschluss verwendet werden. Die Funktion ähnelt einer Mutter auf einer Schraube. Durch die Sternform oder Gummieinsätze auf einem Ring wird kein Werkzeug zum Festschrauben benötigt. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis der Verschluss vom Ende der Hantelstange bis zum äußersten Gewicht gedreht ist.

Dieser Nachteil wird durch einen Sicherheitsverschluss ausgeglichen. Ein Ring wird auf die Hantelstange geschoben und mit einer Schraube, die durch diesen Ring bis auf die Hantelstange geht, fixiert.

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4 Kommentare zu „Hanteln, Hantelscheiben, Hantelstangen: ein Überblick“

  • Also mit Hanteln kann man zuhause schon einiges anfangen.
    2 Kurzhanteln, eine Langhantel und am besten noch eine SZ-Stange und man kann auch zuhause ein bißchen was tun..

    Bauch – Für den Bauch gibt es unzählige Übungen die man machen kann, dafür muss man auf keinen Fall extra ins Fitness-Studio.. in jedern Buchandlung gibt es gute Bücher schon ab 10€ die einem alle Fragen beantworten und beim Training unheimlich helfen.

    Brust – Liegestützen mit breitem Griff.. Beine höhere legen und die Liegestützen langsam und kontrolliert ausführen.

    Rücken – Kurzhantel Rudern und auch bei Liegestützen wird die Rückenmuskulatur mit beansprucht.

    Arme – Diverse Curls die man mit den Hanteln machen kann, Kurzhantel-Curls, Hammer-Curls, Langhantel-Curls, für den Trizeps kann man zusätzlich Dips machen.

    Beine – Beine wird zuhause schon schwerer.. am besten einen Langhantelständer und Kniebeugen mir der Langhantel machen..

    Wer zuhause trainieren möchte, kann das aufjedenfall machen.. einfach mal in diversen Fitness Foren um Hilfe fragen

    Ich selber trainiere auch viel zuhause..

  • Marco Zbinden:

    Hallo. ich bin auf der suche nach kurzhanteln, sog. fausthanteln welche ich modular bis max. 50kg ausbauen kann. das heisst mit 5kg und/oder 2.5kg-scheiben. wo erhalte ich sowas? habe mich schon ziemlich zu “tode” gesurft! herzlichen dank fürs kurze feedback auf mein mail. gruss marco

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