Herzfrequenzmesser Polar RS 2000 im Vergleich

Ich bin vor kurzem von einem einfachen Herzfrequenzmesser aus dem Discounter (links) auf den Polar RS 2000 (rechts) (auch in schwarz erhältlich) umgestiegen.

Pulsuhren im Vergleich

Hat es sich gelohnt?

Ja, auf jeden Fall, auch wenn ich momentan noch nicht einmal alle speziellen Funktionen meines neuen Trainingspartners ausprobiert habe. Die Bedienungsanleitung in Buchform erfordert dann doch ein wenig Zeit. Wahrscheinlich wird es das Beste sein, sie mal beim Ergometertraining zu lesen – dann geht die Zeit wenigstens nicht vom Training ab. Und vielleicht ergibt sich die Bestimmung der Own-Zone dann ganz von alleine.

Aber fangen wir erstmal bei den Basics an. Zwei Kleinigkeiten sind mir nämlich beim Polar RS 2000 gleich positiv aufgefallen: Die Löcher im Armband liegen sehr eng beieinander und sind hochkant angeordnet. Beim alten Herzfrequenzmesser hatte ich oft das Problem, dass das Armband bei Verwendung des einen Lochs zu weit, beim nächsten Loch aber fast zu eng war. Das kann mir mit dem Polar Herzfrequenzmesser nicht passieren, weil er eine nahezu stufenlose Einstellung der Armbandlänger erlaubt und durch die Länge des Lochs auch noch einen kleinen Dehnungsspielraum ermöglicht.

Pulsuhren Armbänder
Ein zweites Problem beim einfachen HF-Messer ist auch oft, dass die Öse, die das Ende der Lasche halten soll, verrutscht, das Armbandende freigibt und man dann damit ständig irgendwo hängen bleibt. Auch das kann beim Polar RS 2000 nicht passieren, weil das Ende des Armbands wie eine einseitige Pfeilspitze verdickt ist und so nicht mehr aus der Öse herausrutschen kann.

Polar RS 2000 Armband
Die gute Passform verdankt der Polar RS 2000 sicher auch seiner anatomischen Form. Da das Armband bereits rund geformt ist, spart man sich zwei Gelenke und eine erzwungene Verformung des Armbandes. (Zum Fotografieren braucht man allerdings Trick 17… oder den Verkaufskarton.)
Kleine Dinge, aber große Wirkung, die den Herzfrequenzmesser durchaus auch in seiner Uhrfunktion für den (sportlichen) Alltag beliebt machen, denn die genannten Problemchen treten auch bei manchen Armbanduhren auf.
Auch der neue Brustgurt des Polar RS 2000 hat einige Vorteile gegenüber dem des Discounter-Modells. Einzig der WearLink in der Mitte ist aus Kunststoff. Der Rest des Gurts ist aus weichem textilem Gewebe, das weder drückt noch rutscht oder am Anfang kalt ist.

Polar Wear Link Brustgurt

Sollte das Gummi einmal ausgeleiert sein, gibt es passenden Ersatz. Den gibt es beim Discounter natürlich nicht, und so blieb mir nichts anderes übrig, als das ausgeleierte Gummiband durch einen handelsüblichen breiten Gummizug zu ersetzen. Dieser ist allerdings glatter als das Original, so dass der Brustgurt öfter ungewollt zum Bauchgurt wurde…

Pulsuhr Brustgurt

Ein zusätzlicher Vorteil des WearLink ist die Codierung des HF-Signals, so dass die Beeinflussung durch die Signale der Trainingspartner unterbleibt. In diesem Zusammenhang kann ich auch gleich erwähnen, dass der Polar RS 2000 wesentlich unempfindlicher gegenüber Hochspannungsleitungen ist. Während das Discounter-Modell schon 0 oder andere wirre Werte angezeigt hat, wenn ein Bahnübergang nur in Sichtweite war und auf der Strecke entlang des Bahngleises keine HF-Kontrolle möglich war, zeigt der Polar RS2000 auch direkt auf dem Bahnübergang noch sinnvolle Werte an. Am Anfang war es ein wenig ungewohnt, den Brustgurt mit einem Druckknopf vor dem Körper zu schließen. Vor allem beim Öffnen hatte ich erst Bedenken, die Bedienungsanleitung nicht richtig verstanden zu haben. Aber inzwischen habe ich die Überlegenheit dieses Systems vor dem Hantieren an der Körperseite erkannt.

Der Polar RS2000 ist ein echter Trainingspartner, denn er interessiert sich für mich… Bevor wir auch nur eine Minute miteinander trainiert haben, will er schon wissen, wann ich geboren bin, wie groß und wie schwer ich bin. Da bin ich nur mal gespannt, ob er soviel „Hirn“ hat, mir dann eines Tages auch zum Geburtstag zu gratulieren…

Aber Spaß beiseite, diese Werte braucht er natürlich für die näherungsweise Berechnung des Maximalpuls und des Kalorienverbrauchs. So neugierig war mein HF-Trainer aus dem Discounter natürlich nie. Das einzige, was er von mir wissen wollte, waren ein minimaler und ein maximaler Wert für die Herzfrequenz. Hätte ich die über- oder unterschritten, hätte er geblinkt. Da ich die nie wirklich eingestellt habe, hat er dann halt alternativ mal unter der Hochspannungsleitung geblinkt…

Selbst bei der Anzeige der aktuellen Herzfrequenz unterscheiden sich beide Trainingspartner. Der „Rote“ von Polar ist ständig für mich da und zeigt sofort jede Änderung der Herzfrequenz an, während der „Schwarze“ aus dem Discounter immer nur alle paar Sekunden geschaut hat, ob er eventuell einen anderen Wert anzeigen muss. Darüber hinaus hat er noch eine Uhr und eine einfache Stoppuhr im Angebot gehabt. Da er sich in letzter Zeit öfter mal „aufgehängt“ hat, musste ich die Uhr immer mal wieder neu stellen, was nicht immer so einfach war, da die Knöpfe schwer gängig waren und auch nicht immer die gewünschte Reaktion hervorgerufen haben.
Das steht der Polar RS 2000 natürlich schon mit seinen Basisfunktionen in einem ganz anderen Licht da. Die Trainingssteuerung und –überwachung werde ich ein anderes Mal beschreiben, wenn ich sie – wie gesagt – ausreichend erforscht habe. Zu den Basisfunktionen hier nur noch ein paar Worte: Jede Trainingseinheit wird mit Datum und Start-Uhrzeit protokolliert. Als Statistik werden die maximale und durchschnittliche Herzfrequenz und der Kalorienverbrauch angezeigt. Die HF-Werte werden dann auch – auf Basis der Faustformel mit dem Lebensalter – in Prozentwerte der maximalen Herzfrequenz umgerechnet. Man kann die Trainingseinheit jederzeit unterbrechen und wieder fortsetzen (wenn die Wartezeit an der geschlossenen Bahnschranke beispielsweise nicht mit ins Training eingerechnet werden soll) oder das Training in Teilstücke (Runden) teilen, für die jeweils eine separate HF-Statistik erstellt wird. Die Trainingskontrolle ist auch dank der blauen Displaybeleuchtung auch bei Dunkelheit möglich.

Wer also mit seinem Training höhere Ziele verfolgt, sollte auch an seinen „Trainingsbegleiter“ entsprechend hohe Ansprüche stellen. Natürlich braucht nicht jeder Hobbysportler ein Modell aus der Liga des Polar RS 2000. Aber dafür ist die Produktpalette der spezialisierten Markenhersteller ja ausreichend groß, um Anfänger und Profis gleichermaßen bedienen zu können.

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