Mehr Intelligenz durch aerobes Training

Vielleicht muss man ja zuerst eine gewisse Grundintelligenz haben, um sich für aerobes Training zu entscheiden. Aber dann wird diese Entscheidung – und ihre konsequente Umsetzung – durch eine weiter gesteigerte Intelligenz belohnt.
Innerhalb von 36 Wochen kann die Intelligenz um 27 % gesteigert werden. Das ist die Erkenntnis, die Henner Ertel, Professor für Neuropsychologie, gewonnen hat. Bei Tests an über 30.000 Probanden konnte diese Wirkung immer wieder bestätigt werden.

Die genannten Werte sind natürlich „nur“ statistische Durchschnittswerte, d.h. eine erhöhte Intelligenz tritt nicht erst nach 36 Wochen auf, sondern Ertels neuro-psychologischen und psycho-physiologischen Labortests zufolge bereits nach 60 bis 80 Trainingseinheiten. So steigt bereits nach dieser Zeit die durchschnittliche Leseleistung beim Lernen von 150 bis 200 Wörtern pro Minute auf 350 bis 450.

Konkrete Praxisbeispiele gibt es auch von Heinrich Bergmüller und Hermann Maier, deren Plädoyer für ein aerobes Ausdauertraining durch Ertels Erkenntnisse noch weiter unterstrichen wird.

So hat Maier während seiner leichten Ergometereinheiten oft Denksportaufgaben und Rätsel gelöst, um das Zusammenspiel zwischen den beiden Gehirnhälften besser zu koordinieren. Bergmüller berichtet in seinen Büchern, dass Maier dieses Gehirntraining später auch geholfen hat, ein skitechnisches Problem zu lösen. Auch für seinen Helikopter-Pilotenschein hat Maier während des Ergometertrainings gelernt und damit nicht nur die Zeit doppelt sinnvoll genutzt, sondern eben auch durch den Ausgleich seiner beiden Gehirnhälften den Stoff besser behalten.
Ebenso hat der Pressesprecher des (damaligen) Olympiastützpunktes Obertauern seine Tageszeitungen und Magazine beim morgendlichen Ergometertraining gelesen, und kam frisch geduscht und bestens informiert in die Morgenbesprechung.

Zusammenhang Training – Gehirnleistung
Beim aeroben Training steigen die Informationsaufnahme und –verarbeitung, die Kreativität und die Intelligenz. Durch die sportliche Leistung wird das Gehirn stärker durchblutet und kann die Informationen besser verarbeiten. Die beiden Hirnhälften arbeiten besser zusammen, Stresshormone werden abgebaut, die Konzentration und das Gedächtnis gesteigert.
Informationen werden besser im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, und der Zugriff auf die Informationszugriff wird schneller und fehlerfrei, sowohl im Kurz- als auch im Langzeitgedächtnis.

Aerobes Training hat aber nicht nur eine punktuelle Wirkung auf die Hirnleistung, sondern kann auch einen Anti-Aging-Effekt auf das Gehirn für sich in Anspruch nehmen. Die Myelinscheide, die die Nervenfasern umgibt und isoliert, wird im Alter durchlässiger. Dadurch gehen Teile der übertragenen Informationen verloren. Dieser Effekt kann aber durch das Training aufgehalten oder sogar umgekehrt.

Intelligenz ist?
Hohe und niedrige Intelligenz unterscheiden sich in der Arbeitsweise des Gehirns. Ein intelligentes Gehirn kommt mit so genannten „optimierten neuronalen Algorithmen“ schnell und energiesparend zu einer Lösung, während das weniger intelligente Gehirn unökonomisch arbeitet und den „Reiz durch viele Gehirnareale lenkt“, bis er zum Ziel kommt.

Regeln für das Training
Wichtig ist, dass das Training beim individuellen Lernpuls abläuft. Dieser kann nach Gehirnstrommessungen ermittelt oder mit folgender Formel grob berechnet werden:

160 – (Ruhepuls + Alter) /2

Trainiert man bei höheren Werten, schaltet das Gehirn in einen Alarmzustand, alle Energie wird auf die sportliche Leistung konzentriert, und für die mentale Leistung bleibt in dem Moment nicht mehr viel übrig.

Beim diesem individuellen Lernpuls sollte man jeden zweiten Tag 30 – 60 Minuten trainieren und gleichzeitig das Gehirn fordern. Mehr Training schadet nicht. Besonders erfolgreich sind rhythmische Bewegungen, so dass sich der Fahrrad-Ergometer als ideales Trainingsgerät erwiesen hat. Abwechslungsreiche Aufgabenstellungen kommen dem Gehirn am besten entgegen, d.h. Informationen aus Texten und Bildern werden sehr gut aufgenommen. Auch ein Querdenken in alle Richtungen ist ideal.

Fazit 
Ich selber habe den wunderbaren Zusammenhang zwischen aerober körperlicher Belastung und gesteigerter Kreativität schon öfter beim Bergwandern erlebt. Jeder Schritt, der mich dem Gipfel näher gebraucht hat, hat mich auch der Lösung scheinbar unlösbarer Probleme der vergangenen Arbeitswoche näher gebracht. Oft habe ich dann am Gipfel gesessen und schnell alle meine guten Ideen notiert. Am Anfang musste ich mir noch den Kuli vom Gipfelbuch ausleihen, inzwischen habe ich immer ein paar Schmierzettel und einen Stift dabei, denn: der nächste Geistesblitz kommt bestimmt.

Und die langen Winterabende werde auch ich in Zukunft mit diversen Büchern auf dem Fahrrad-Ergometer verbringen. Klar, dass ich Ihnen nur empfehlen kann, gleiches zu tun!

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