Osteoporose und Sport

Osteoporose und Sport – nein, das passt nicht zusammen, meinen die einen. Ja natürlich, Sport hilft, sagen die anderen. Wer hat Recht? Letztere, auch wenn natürlich  differenziert werden muss. Spricht man von einem jungen Menschen ohne gesundheitliche Probleme? Oder geht es um eine ältere Person, bei der schon bekannt ist, dass die Knochen brüchig sind?

Tatsache ist, dass Knochen schon früh belastet werden müssen, wenn sie nicht an Substanz verlieren sollen. Stöße, Erschütterungen und Druck sind nötig, damit der Knochen hart bleibt. Es ist sogar möglich, dass diese Belastungen zu kleinsten Verletzungen am Knochen führen, die dieser dann aber wieder selbständig repariert. Bis zum Ermüdungsbruch darf die Belastung allerdings nicht führen, und von Belastungen durch Gewalteinwirkung spricht natürlich auch niemand.

Die Vorbeugung gegen Osteoporose beginnt also bereits im Kindesalter. Dass Spielsportarten bei Kinder und Jugendliche von Haus aus hoch im Kurs stehen, ist auch eine gute Sache im Sinne der Osteoporoseprophylaxe. Schwimmen hat wenig positive Effekte in dieser Richtung, weil das Wasser zu wenig Druck auf die Knochen auswirkt. Auch Radfahren ist nicht so nützlich, weil der Druck auf die Knochen zu gering ist – es sei denn, man tritt mit einem dermaßen großen Gang rein, dass es auch schon den Rahmen verbiegt. Natürlich haben Schwimmen und Radfahren andere positive Wirkungen auf den Organismus, so dass es falsch wäre, diese Sportarten ganz vom Programm zu streichen – zumal wenn sie Spaß machen.

Zur Kräftigung der Knochen hat sich allerdings Laufen in Untersuchungen als wirkungsvoller erwiesen. In die Laufeinheit dürfen auch Starts und Stopps und Sprünge eingebaut werden. Auch Bergabgehen beim Wandern kräftigt die Knochen genauso gut wie Rudern oder High-Impact-Sportarten. Natürlich ist immer auf eine korrekte Ausführung der Bewegung zu achten, damit nicht beispielsweise Sprünge mit einer gekrümmten Wirbelsäule mehr schaden als nutzen.

Eine sehr gute Bewegungsform contra Osteoporose ist auch das Krafttraining. Am besten also, man beherzigt diese Erkenntnisse bereits in jungen Jahren und minimiert zusätzlich noch die Zufuhr von Nikotin, Alkohol, Koffein und Kochsalz. Dann sollte man auch als ältere Frau nicht mit einem Buckel und Knochenbrüchen enden.

Aber auch wenn der Arzt bereits festgestellt hat, dass die Knochendichte reduziert ist, kann man natürlich noch gegensteuern. Es hilft, Koordination und Gleichgewicht zu schulen, um Stürze zu vermeiden oder zumindest glimpflich ablaufen zu lassen. Und eine dosierte Belastung der Knochen ist nach Befragung des Arztes sicher noch möglich, z.B. Nordic Walking statt Jogging und ein angepasstes Krafttraining. Auch Vibrationsplatten können älteren Osteoporose-Patienten eine höhere Knochendichte verschaffen, ohne möglicherweise durch Rheuma geschädigte Gelenke zu belasten und die Schmerzen zu sehr zu steigern.

Ruhe und Passivität adé, das gilt nicht nur bei schwachen Knochen, sondern auch vorsorglich, damit es nie so weit kommt.

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