Pezziball, Fitball, Fitnessball, Sitzball

Welche Bezeichnung man auch verwendet, gemeint ist ein großer Ball, dessen Durchmesser ungefähr 1 m unter der Körpergröße liegt. Im Gegensatz zum Theraband ist die Farbe beim Pezziball allerdings kein eindeutiger Hinweis auf die Größe. Als Faustregel kann man sagen, dass sich ein Ball mit 55 bis 65 cm Durchmesser am besten für die Gymnastik eignet.

Pezziball
Wer den Ball zumindest zeitweise zum Sitzen benutzen möchte, sollte die Größe so wählen, dass sich die Knie ein wenig unterhalb des Beckens befinden und der Ball dabei nur ein klein wenig nachgibt. Da eine Lehne fehlt, wird die Rückenmuskulatur gezwungen, statische Haltearbeit zu verrichten – was ja genau ihre Aufgabe ist, wenn sie denn stark genug ist, die Wirbelsäule wie den Mast eines Segelschiffs aufrecht zu halten. Vor allem die seitliche Bewegungsfreiheit des Beckens ist für das Training der tiefer liegenden Rückenmuskeln förderlich. Und wer auf dem Ball bei einer physiologischen Haltung der Wirbelsäule leicht wippt, tut seinen Bandscheiben auch noch etwas Gutes. Diese sind nämlich mit einem Schwamm vergleichbar, der nur durch Be- und Entlastung Flüssigkeit aus der Umgebung aufnehmen kann.

Trotz all dieser Vorteile wird der Pezziball als dauerhaftes Sitzmöbel nicht empfohlen, weil die Rückenmuskulatur ab und zu auch Entspannung durch passives Sitzen braucht. Und nicht alle Firmen erlauben Pezzibälle im Büro, weil sie befürchten, die Bälle könnten durch Platzen oder Wegrollen zu Unfällen führen. Das Wegrollen lässt sich beispielsweise durch eine spezielle Ballschale oder einen verknoteten Fahrradschlauch verhindern. Dass Pezzibälle platzen, ist eher unwahrscheinlich, denn sie sind bei sachgemäßer Benutzung mit bis zu 400 kg belastbar. Inzwischen gibt es auch spezielle Sicherheitsmaterialien, die dafür sorgen, dass der Pezziball bei einer Beschädigung durch spitze Gegenstände nicht sofort platzt, sondern langsam seine Luft verliert.

Wichtig ist, dass man einen neuen Ball nicht sofort prall aufpumpt, sondern ihn zunächst nur einigermaßen in Form bringt und nach 2 Tagen die Füllmenge so steigert, dass sich das Material langsam dehnen kann. Wärmequellen und spitze oder scharfkantige Gegenstände sollten natürlich vom Ball ferngehalten werden. Beachtet man diese Hinweise, hält ein Pezziball viele Jahre, sollte allerdings lieber vorsichtshalber ausgetauscht werden, wenn er seine runde Form verliert oder Schäden erkennbar sind. Zum Aufpumpen eignet sich eine stabile Stand- oder Fußpumpe mit einer Spitze am Schlauchende, die vielleicht für das Rennrad oder Schlauchboot bereits vorhanden ist.

Vorrangig ist der Fitball aber ein vielseitiges Fitnessgerät. Er erlaubt Übungen zur Kräftigung, Dehnung, Verbesserung der Ausdauer und Entspannung, schult die Beweglichkeit, die Koordination und den Gleichgewichtssinn und eignet sich ebenfalls für Spiele in Gruppen verschiedener Größe. Durch die verschiedenen Größen gibt es auch kaum altersmäßige Beschränkungen. Schon in der Babygymnastik kann der Pezziball eingesetzt werden, und er erfreut sich auch noch in der Seniorengymnastik großer Beliebtheit.
Für Pezziball-Einsteiger ist es ratsam, das neue Gerät zunächst unter fachkundiger Anleitung in einem Sportverein oder Kurs kennen zu lernen. Danach kann man auch zu Hause weiter üben. Wem die Übungen ausgehen, der kann sich entweder im Internet Anregungen holen, bei:

oder eines der zahlreichen Bücher zu Rate ziehen.

Wie bei jedem Training gilt auch für den Fitball Regelmäßigkeit, d.h. 2 bis 3 Mal pro Woche sollte man 40 bis 60 Minuten mit dem Ball arbeiten. Wer die Intensität langsam steigert, auf korrekte Ausführung der Übungen achtet, das Übungsprogramm immer wieder variiert, gleichmäßig arbeitet, liegt richtig.

Also dann, Ball bestellen, schonend aufblasen und auf ins neue Ballgefühl.

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