Pulsmesser, Pulsuhr: das passende Modell finden

Dass ein Ausdauertraining nur mit Pulskontrolle sinnvoll ist, sollte aus den letzten Beiträgen klar geworden sein. Also muss eine Pulsuhr her. Ja, aber welche? Das Angebot an Pulsmessern und Pulsuhren ist riesengroß, ebenso die Preisspannen.
Im Discounter gibt es zeitweise schon Geräte für 20 EUR, die ersten Markengeräte gibt es auch bereits ab 30 EUR auf der bis 500 EUR offenen Preisskala. Natürlich kommt es wie immer auf die Ziele des Trainings an, welches Gerät geeignet ist. Von den ganz billigen Uhren sollte man die Finger lassen, weil sie oft falsche Werte anzeigen. Einsteiger finden aber auf jeden Fall unter 100 EUR ein ausreichend gutes Gerät. Ambitionierte Hobbysportler müssen 150 – 300 EUR anlegen, die Profis auch noch etwas mehr.

Wenn man genau ist, darf man nicht von Pulsmessern, sondern von Herzfrequenz-Messgeräten sprechen, denn Puls und Herzfrequenz sind nur meistens, nicht aber zwangsläufig gleich. Die Herzfrequenz gibt die Zahl an Herzschlägen an, während der Puls zusätzlich ausdrückt, wie stark oder regelmäßig der Herzschlag ist. Außerdem kann es vorkommen, dass nicht jeder Herzschlag zu einer Pulswelle führt, so dass beide Werte unterschiedlich sind.

Immer wenn die Messung mit einem Brustgurt erfolgt, wird die Herzfrequenz gemessen. Und das sollte auch der Fall sein, weil alle anderen Messverfahren sowohl ungenauer als auch unpraktischer in der Handhabung sind.
Aber selbst bei den Geräten, die die Herzfrequenz per Brustgurt messen, gibt es noch Unterschiede, denn nicht alle Modelle funktionieren auch wirklich EKG-genau. Korrekte Messwerte sind jedoch Voraussetzung für ein effektives Training. Unter Umständen ist es ratsam, diese Genauigkeit überprüfen zu lassen, wenn die Batterie gewechselt wird.
Die möglichen Funktionen lassen sich in folgende Blöcke unterteilen:

Messung der Herzfrequenz
Einfache Geräte zeigen die aktuelle Herzfrequenz an (EKG-genau, versteht sich) und erlauben die Einstellung von Ober- und Untergrenzen, bei deren Über- und Unterschreiten ein Alarmton abgegeben wird.
Komfortablere Geräte zeigen an, in welchem Bereich der Zielzone die momentane Frequenz angesiedelt ist oder wie viel Prozent der maximalen Herzfrequenz gerade erreicht ist.

Uhrfunktionen
Dass eine Pulsuhr – auch wenn sie ein Herzfrequenzmesser ist – die Uhrzeit anzeigt, sollte selbstverständlich sein. Auch eine einfache Stoppuhr-Funktion ist selbst in den einfachsten meist Geräten enthalten. Die besseren Geräte haben dann noch eine Datumsanzeige und eine Weckerfunktion oder weitere Stoppuhrfunktionen für Zwischenzeiten.

Speicherfunktionen
Für die Nachbereitung des Trainings ist es nützlich, wenn verschiedene Daten gespeichert werden und noch einmal abgerufen werden können. Beim Umfang dieser Daten unterscheiden sich die Geräte wieder. Einfache HF-Messgeräte bieten keine Speicherfunktion. Hochwertigere Modelle speichern mindestens die durchschnittliche und maximale Herzfrequenz mit dem Datum, teilweise auch noch die Zeit, die in der Zielzone trainiert wurde, die Gesamtdauer des Trainings und den Kalorienverbrauch.

Schnittstellen
Für die Nachbereitung des Trainings auf hohem Niveau sind Schnittstellen zu externen Geräten hilfreich. Von manchen Pulsuhren kann man die Daten auf das Handy übertragen, um sie zu verschicken, andere bieten eine Schnittstelle zum PC, sei es, um die Einstellung der Uhr über den PC vorzunehmen oder natürlich die Trainingsdaten in einem speziellen Programm zu dokumentieren.

Analysen
Mit steigendem Preis steigen natürlich auch die Fähigkeiten der kleinen Computer für das Handgelenk. So können manche nicht nur den Kalorienverbrauch ermitteln, sondern auch den Herzfrequenz-Trainingsbereich in Abhängigkeit von der Tagesform. Auch der Fitness-Zustand und der Grad der Entspannung können bestimmt werden. Selbst Empfehlungen für ein Trainingsprogramm sind möglich.

weitere Eigenschaften
Wer im Dunkeln trainiert, sollte ein HF-Messgerät mit Beleuchtung wählen, wer im Regen oder im Wasser trainiert oder die Herzfrequenz auch beim Duschen wissen will, benötigt ein wasserdichtes Gerät.

Ein wichtiger Aspekt sind noch Störungen durch andere Signale. Das Problem der Mischung der Herzfrequenzen beim Training in der Gruppe gehört bei höherwertigen Geräten dank der digitalen, codierten Übertragung der Vergangenheit an. Hochspannungs- oder Oberleitungen der Bahn sind aber offensichtlich noch immer stärker als Signale des Brustgurts, so dass hier Störungen nicht komplett ausgeschlossen werden können.

Der Brustgurt selbst hat natürlich auch einen Einfluss auf die „Freundschaft“ mit dem HF-Messgerät. Hier sind inzwischen waschbare Textil-Sender auf dem Markt, die einen höheren Tragekomfort aufweisen. Hier ist auf jeden Fall ein Markengerät, bei dem der Brustgurt einzeln nachgekauft werden kann, empfehlenswert, da die die Gummibänder leicht ihre Elastizität verlieren. Handelsübliche Gummibänder sind hier kein Ersatz, weil sie zu schmal und zu glatt sind.
Manche Pulsmesser machen durch ein Geräusch auf sich aufmerksam, wenn sie länger als 3 Tage nicht benutzt wurden. Ob diese Funktion sinnvoll ist, mag jeder für sich selbst entscheiden, und auch, ob er eine Menüführung per Sprache benötigt.

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