Technische Entwicklung beim Rennrad – Fortsetzung

Die technische Entwicklung beim Rennrad hat sich nicht nur auf Rahmen und Zahnkränze beschränkt. Deshalb hier die Fortsetzung der Vergleichsgeschichte:

Lenkervorbau

Die heutigen Lenkervorbauten sehen auf den ersten Blick so aus wie früher die “Knochen”, diese Kombi-Schraubenschlüssel für Muttern verschiedener Größen. Denn früher war ein Vorbau nicht gerade, sondern winklig mit Schaft.

Lenkervorbau

Unterschiedlicher Körperbau des Fahres und unterschiedliche Disziplin = unterschiedlicher Neigungsgrad des Vorbaus. Die Innenklemme wurde mit der Inbus-Schraube hochgezogen und hat den unten geschlitzten Vorbau festgezogen.Da die Schraube, mit der der Lenker fixiert wurde, nach unten gezeigt hat, hatten diese Vorbauten doch etwas mehr Eleganz als die modernen Modelle. Aber wenn die neuen Versionen funktioneller sind, wird man sich an die Optik gewöhnen.

Reifen

Im Rennbereich gab es früher ausschließlich Schlauchreifen. Die Geister schieden sich lediglich daran, ob man diese mit Klebeband oder Kitt an der Felge befestigen sollte. Klebeband galt als eher unprofessionell. Bei Kitt konnte es aber passieren, dass man den Reifen bei einem Platten unterwegs nicht runtergebracht hat. Schlauchreifen gibt es aber für Liebhaber heute auch noch. Für Drahtreifen spricht aber der günstigere Preis, der leichtere Reifenwechsel und die Reparatur.

Bekleidung

Auch bei der Bekleidung hat sich einiges getan. Das werden auch Sportler anderer Sportarten bestätigen können. Hier ein Zitat aus der damaligen “Bibel” der Rennfahrer, “Der radfahrende Athlet” aus dem Jahr 1978 zur Trainingsbekleidung im Winter: “Oberbekleidung: Hierzu gehören in dem angeführten Zeitraum Wollhemd, wollene Pullover und ein windundurchlässiger Anorak. Als Beinkleid wird eine Kniebundhose getragen […] Die Unterschenkel werden durch Kniestrümpfe, die bis über das Knie reichen, bedeckt. […] Außerdem gehören der Wollschal und die Wollhandschuhe zur Winterausrüstung des Radrennfahrers.”

Radbekleidung aus Wolle

Wolle also weit und breit, sogar beim kurzärmligen Trikot und der kurzen Hose für den Sommer. Und Muster im Trikot gab es nur in Form von Streifen, und die Hosen waren natürlich uni schwarz.

Radbekleidung aus Wolle

Da haben die heutigen Radler es doch deutlich besser mit Funktionsbekleidung und Helmen, die wirklich Schutz liefern. Denn die früheren Sturzringe aus “abgepolsterten, festen Lederstreifen und einem Stirn-Hinterkopf-Ring” konnten nicht wirklich viel Schutz bieten.

Sturzring

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