Zum ersten Mal auf dem Crosstrainer?

Ein wenig seltsam schauen sie ja schon aus, diese Crosstrainer – ob sie nun eher kompakt sind wie dieses Modell von Kettler, oder ob das Schwungrad noch weiter hinten steht, die Hebel für die Kraftübertragung damit freier liegen und vorne noch eine feste Griffstange montiert ist.

Crosstrainer

Aber man sollte sich nicht vom ersten äußerlichen Eindruck täuschen lassen und dem Crosstrainer eine faire Chance geben, seine Stärken unter Beweis zu stellen. Denn die hat er zweifelsohne!

Die Grundregeln zum richtigen Training auf dem Crosstrainer wurden ja schon beschrieben. Und so sollen hier die praktischen Erfahrungen im Vordergrund stehen.

Wer zum ersten Mal auf einen Crosstrainer steigt, wird sich sicher erstmal schwer tun. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, auch wenn Ihnen der Bewegungsablauf am Anfang ungewohnt ist. Das ist logisch, denn so wie auf dem Crosstrainer bewegen wir uns normalerweise nicht. Welche Bewegungsformen kennen wir?

  • Radfahren: Dort wird eine kreisrunde Bewegung ausgeführt, die vollkommen gleichmäßig und gleichförmig rund sein sollte.
  • Stepper: Hier wird eine Auf- und Ab-Bewegung durchgeführt, bei der der Gewinn an Höhe im Vordergrund steht. Das ist vergleichbar mit dem Treppensteigen oder dem Aufstieg auf einen steilen Berg.
  • Gehen in der Ebene: Hier steht die Vorwärtsbewegung im Vordergrund, und die Füße werden nach dem Abstoß flach über den Boden wieder nach vorne geführt.

Welche Gemeinsamkeiten hat der Bewegungsablauf auf dem Crosstrainer nun mit den drei genannten Bewegungsformen?

  • Radfahren: Der Bewegungsablauf auf dem Crosstrainer ist ebenfalls rund, allerdings nicht kreisrund, sondern eher flach und oval. Wie beim Radfahren kann man die Bewegung vor- und rückwärts ausführen. Vorwärts sollte allerdings die Regel sein. Anfängern fällt es allerdings oftmal schwer, die richtige Richtung zu finden, weil der Kreis eben nicht rund ist und die Fußschalen nicht so definiert oben stehen wie die Pedale am Fahrrad. Wenn man sich während der ersten Umdrehungen allerdings kurz überlegt, ob man mit dieser Bewegung auf dem Rad vorwärts kommen würde, lernt man schnell, die beiden Richtungen zu unterscheiden. Für die Koordination ist es sicher nicht schlecht, auch mal ein wenig rückwärts zu “crossen” – dann aber bitte langsam und mit Kontrolle, ob die Bewegung auch flüssig und unverkrampft durchgeführt wird.
  • Stepper: Vom Stepper übernehmen wir einen kleinen Teil der Auf- und Ab-Bewegung auf den Crosstrainer. Allerdings steigen wir keinen steilen Berg hinauf, sondern einen gemächlich steigenden Hügel. Wer die Treppe bevorzugt, stellt sich eine solche mit flachen, langen Stufen vor. Die gibt es in manchen Unterführungen, wenn eine längere Strecke mit geringer Steigung überwunden werden muss. Das sind dann allerdings auch oft die Treppen, auf denen man nur schwer genau den Gehrhythmus findet, bei dem ein Schritt genau so lang wie eine Stufe ist.
  • Gehen: Vom Gehen schließlich übernehmen wir einen größeren Teil der Vorwärtsbewegung – dies jedoch ohne Abrollen der Füße.

Und was ergibt nun die Kombination? Eine flache, ovale Bewegung aus leichten Auf- und Ab- und größeren Vorwärtsbewegungen. Das Ganze mit fest aufstehenden Fußsohlen und mit Unterstützung des Oberkörpers. Dessen Bewegung ergibt sich fast automatisch durch die Kopplung von Fuß-und Armbewegung.

Mit dieser gedanklichen Eselsbrücke sollte man sich auf den Crosstrainer stellen und zunächst bei niedriger Intensität mit der Bewegung beginnen. Nicht verkrampfen, Schultern locker lassen und marschieren. Und auch wenn es sich beim ersten Versuch noch etwas eckig anfühlt, lassen Sie sich nicht entmutigen und bleiben Sie dabei. Denn auf einmal wird die Bewegung rund und geschmeidig, und Sie können sich gar nicht vorstellen, jemals Schwierigkeiten damit gehabt zu haben.

Vergessen Sie bei aller Begeisterung nicht, das Training in den letzten Minuten locker ausklingen zu lassen, langsam vom Gerät abzusteigen und die ersten Schritte auf festem Boden vorsichtig zu machen.

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2 Kommentare zu „Zum ersten Mal auf dem Crosstrainer?“

  • Tia:

    Gibt es auch einen Bericht zum Freecross http://www.freecross.de ? Mit einem Crosstrainer draußen herumzufahren finde ich spanndend. Gehört der auch zu den hier beschriebenen Crosstrainern oder ist das was anderes?

  • maen:

    Ist ja interessant, was sich die Leute so ausdenken…. Der Bewegungsablauf ist beim Freecross der gleiche wie beim stationären Crosstrainer.
    Allerdings sehe ich die Nutzungsmöglichkeiten eher eingeschränkt, denn wo darf man damit fahren? Wahrscheinlich wird die Regelung wie bei Inline-Skates sein, also ziemlich restriktiv. Und wer hat schon ein ausgedehntes Netz an gut asphaltierten, aber autofreien Feldwegen?
    Und dann geht ja Freecross auch nur bei Tageslicht, also nicht im Winter abends, wo der Crosstrainer drinnen ideal ist.
    Und ich hätte gar keinen Platz für so ein riesiges Gerät, weder im Keller noch in der Garage. Da lobe ich mir meine Skikes, die leicht in den Keller passen, die gleichen Muskeln trainieren, aber ein Bruchteil gekostet haben.

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